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IBM Aktie: Baird bleibt skeptisch

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 18:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Baird bleibt bei IBM neutral; Mainframe-Schwäche und verfehlte Quartalserwartungen stehen Software, Beratung und KI gegenüber.

Bauhaus-style graphic design poster with bold horizontal color bands of red, yellow, cobalt blue, black, and white spanning the full width, an isometric cube rendered in primary red, yellow, and blue centered in the composition, strict geometric construct
IBM Bauhaus Poster mit horizontalen Farbstreifen, geometrischem Würfel, Primärfarben und Blau US4592001014 Illustration mit AI erstellt.

Zwischen Quanten-Euphorie und schwächelndem Mainframe-Geschäft: Baird hält an seiner neutralen Einschätzung für IBM fest. Das Kursziel liegt bei 230 Dollar, die Aktie notierte zuletzt bei rund 221 Dollar. Viel Luft nach oben sieht das Haus also nicht.

Mainframe im Mittelpunkt

Die Analysten verweisen auf ein Spannungsfeld. Auf der einen Seite steht die Begeisterung für Quantencomputing, auf der anderen die nüchterne Lage im Kerngeschäft. Der Mainframe-Bereich löste im zweiten Quartal eine negative Vorabmeldung aus. Baird zeigt sich dennoch optimistisch, was die Beständigkeit dieses Geschäfts und das breitere Softwareportfolio angeht.

Die gesenkte Prognose könnte nach Einschätzung des Hauses einen Puffer gegen verzögerte Abschlüsse bieten. Allerdings seien solche Verschiebungen erfahrungsgemäß selten auf ein einziges Quartal begrenzt. Im Dezember plant IBM eine Besichtigung seiner Quantenanlage, an der Baird teilnehmen will.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn knapp 24 Prozent verloren. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 19,7.

Zahlen unter den Erwartungen

Die Quartalszahlen im Sommer hatten die Skepsis genährt. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 2,93 Dollar, erwartet waren 3,01 Dollar. Beim Umsatz fehlten knapp vier Prozent zur Prognose. Immerhin verbesserten sich die Margen, und der freie Cashflow blieb stark.

Bernstein SocGen kappte daraufhin sein Kursziel von 280 auf 230 Dollar und nannte Verzögerungen bei Abschlüssen sowie Budgetdruck als Gründe. Damit liegen beide Häuser bei derselben Marke.

Beratung und KI als Gegengewicht

Operativ setzt IBM auf Beratung und KI. Heute stellte der Konzern „IBM Ready for SAP Solutions" vor, ein Angebot für mittelgroße und schnell wachsende Unternehmen, die ihre Cloud-ERP-Systeme modernisieren wollen. Ein Kunde, der Modulbauer Volumetric Building Companies, senkte nach eigenen Angaben seine Prozesszeiten um die Hälfte.

Zuvor hatte IBM eine Partnerschaft mit OpenAI angekündigt, inklusive eigener OpenAI-Beratungseinheit. Circle Internet Group übernahm zudem das Blockchain-Patentportfolio des Konzerns.

Ob diese Initiativen die Delle im Mainframe-Geschäft ausgleichen, zeigt sich frühestens mit den nächsten Quartalszahlen. Bis dahin markiert die 230-Dollar-Marke den Referenzpunkt, auf den sich gleich zwei Analysehäuser festgelegt haben.

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