IBU-tec Aktie: Meilensteinzahlungen treiben Kasse
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 11:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
IBU-tec hat sein erstes Halbjahr 2026 vorgelegt, und die Zahlen bestätigen den eingeschlagenen Kurs. Der Umsatz kletterte auf 19,7 Millionen Euro nach 18,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum — damit hat das Unternehmen bereits gut die Hälfte des Jahresziels erreicht. Für das Gesamtjahr peilt der Weimarer Spezialchemiekonzern weiterhin 37 bis 39 Millionen Euro an.
Auffällig ist der Sprung bei der Liquidität. Die verfügbaren Mittel stiegen von knapp 1,1 Millionen Euro Ende Juni 2025 auf 9,7 Millionen Euro zum Stichtag 30. Juni 2026. Grund dafür sind nicht umsatzwirksame Meilensteinzahlungen im zweistelligen Millionenbereich, die IBU-tec im Rahmen seines Batterieprojekts bereits erhalten hat. Weitere solcher Zahlungen sollen in den kommenden Quartalen folgen.
Marge über Plan
Beim EBITDA blieb das Unternehmen mit 2,0 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Wegen des im Vergleich stärkeren Umsatzwachstums kletterte die EBITDA-Marge im ersten Halbjahr jedoch auf 10,2 Prozent — und lag damit sogar leicht über der für das Gesamtjahr angepeilten Zielspanne von 7 bis 10 Prozent. Die Prognose für 2026 bestätigte das Management uneingeschränkt.
Operativ dominierte weiterhin der Aufbau der LFP-Kathodenmaterialanlage in Bitterfeld-Wolfen, mit der IBU-tec ab 2028 die größte Produktionskapazität für LFP-Batteriematerial in Europa stellen will. Der Bau läuft im Auftrag und mit Finanzierung der Volkswagen-Tochter PowerCo, die sich die komplette Kapazität für zehn Jahre gesichert hat.
Neben dem Baufortschritt vermeldete IBU-tec einen Großauftrag im Bereich Anodenmaterial von einem weiteren internationalen Großkonzern — Volumen niedriger einstelliger Millionenbereich, umsatzwirksam noch in diesem Jahr.
Wachstumsversprechen bis 2030
Das Unternehmen hält an seinem mittelfristigen Ausblick fest: Bis 2030 soll der Konzernumsatz auf 120 bis 140 Millionen Euro steigen, wovon allein 85 bis 90 Millionen Euro auf das Batteriegeschäft entfallen sollen. Das würde eine Vervielfachung gegenüber dem aktuellen Niveau bedeuten.
IBU-tec begründet diese Erwartung mit dem wachsenden internationalen Interesse an seinen Kapazitäten aus den Bereichen Elektromobilität und stationäre Energiespeicherung.
Für das laufende Jahr bleibt der Sprühturm der zentrale Meilenstein der Bitterfeld-Anlage — dessen Probebetrieb soll planmäßig zum Jahresende starten. Bis dahin entscheidet sich, ob der Kapazitätsaufbau im Zeitplan bleibt, den IBU-tec seinen Investoren für den Sprung Richtung 2028 versprochen hat.
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