ImmunityBio Aktie: BlackRock kauft 7,7 Millionen Aktien
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 20:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am heutigen Freitag verzeichnet die Aktie von ImmunityBio einen deutlichen Kursrückgang von 6,7 % auf 6,88 €. Damit gibt das Papier einen Teil seiner massiven Gewinne ab, die das Unternehmen seit Jahresbeginn zu einem Plus von insgesamt 294 % geführt haben.
Während am breiteren Markt spekulative Biotech-Werte unter Volatilität leiden, zeichnet sich bei dem Unternehmen ein gegensätzliches Bild zwischen dem Vertrauen großer Institutionen und Verkäufen aus dem Management-Zirkel ab.
BlackRock baut Beteiligung massiv aus
Medienberichten von gestern zufolge hat der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock seine Beteiligung an ImmunityBio im zweiten Quartal signifikant erhöht. Laut einer entsprechenden Pflichtmitteilung steigerte der Investor seine Position um 29,4 % und erwarb zusätzlich über 7,7 Millionen Aktien. Damit hielt BlackRock zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt rund 34,08 Millionen Anteile.
Dieser massive Zukauf unterstreicht das Interesse institutioneller Anleger an der klinischen Pipeline und dem Vermarktungspotenzial des Unternehmens. Er folgt auf eine Phase strategischer personeller Weichenstellungen. So ernannte das Unternehmen vor gut drei Wochen den ehemaligen Weltbank-Präsidenten Dr. Jim Yong Kim zum Vice Chairman, um die globalen Gesundheitsinitiativen und die Expansionsstrategie des Konzerns zu stärken.
Insider-Verkäufe belasten die Stimmung
Trotz des institutionellen Zuspruchs trüben umfangreiche Insider-Verkäufe das Bild für die Anleger. In den vergangenen 90 Tagen veräußerten Führungskräfte des Unternehmens Aktien im Gesamtwert von mehr als 3,15 Millionen US-Dollar.
An diesen Transaktionen waren unter anderem Barry J. Simon und Christobel Selecky beteiligt. Laut entsprechenden SEC-Offenlegungen summierten sich die Verkäufe im gesamten letzten Quartal auf über 435.000 Anteile, während im selben Zeitraum keine Käufe durch Insider verzeichnet wurden.
Operativ befindet sich das Unternehmen hingegen weiterhin auf Wachstumskurs. Vor gut drei Wochen veröffentlichte ImmunityBio die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026, in dem ein Rekordumsatz von 50,7 Millionen US-Dollar erzielt wurde. Dies entspricht einer Steigerung von 92 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Im gesamten ersten Halbjahr kletterten die Erlöse um 121 % auf 94,8 Millionen US-Dollar. Dennoch verfehlte das Unternehmen beim Ergebnis je Aktie mit einem Verlust von 0,22 US-Dollar die Erwartungen des Marktes, der lediglich mit einem Minus von 0,08 US-Dollar gerechnet hatte.
Strategische Weichenstellungen bis 2027
Ein wesentlicher Faktor für die langfristige Bewertung bleibt die globale Zulassungsstrategie für das Hauptprodukt ANKTIVA. Ende Juli erhielt das Unternehmen die Zulassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Behandlung von nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC) sowie von metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
Für das kommende Jahr steht bereits ein entscheidender Termin im Kalender der US-Gesundheitsbehörde FDA. Das Unternehmen bestätigte für den 6. Januar 2027 den PDUFA-Termin für den ergänzenden Zulassungsantrag im Bereich der papillären Erkrankungen.
Parallel dazu hält ImmunityBio an dem Plan fest, noch im laufenden Jahr den Zulassungsantrag für die Behandlung von BCG-naïven Patienten mit Blasenkrebs einzureichen. Die Liquidität des Unternehmens lag zum Ende des zweiten Quartals bei 357,4 Millionen US-Dollar, was eine solide Basis für die anstehenden klinischen und kommerziellen Schritte darstellt.
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