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Imperial Brands Aktie: 320 Millionen Pfund weniger Kosten

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 03:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Imperial Brands plant Kostensenkung um 320 Mio. Pfund und baut Stellen in den USA und Europa ab. Die E-Zigarette blu zieht sich aus dem US-Markt zurück.

Imperial Brands: Massiver Stellenabbau und US-Rückzug bei blu
Ein minimalistischer, eleganter Schreibtisch in einem modernen Büro bei sanftem Morgenlicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der britische Tabakkonzern Imperial Brands leitet einen umfassenden Umbau seiner Geschäftsstruktur ein. Wie gestern bekannt wurde, plant das Unternehmen den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen in den USA und Europa. Ziel der Maßnahme ist es, die jährlichen Kosten bis zum Jahr 2030 um insgesamt 320 Millionen britische Pfund zu senken. Parallel dazu zieht sich der Konzern mit seiner E-Zigarettenmarke blu komplett aus dem US-Markt zurück.

Umbau der US-Tochter und Kooperation mit Capgemini

Der angekündigte Stellenabbau betrifft in der ersten Phase vor allem die US-Tochtergesellschaft ITG Brands. Wie Bloomberg und Reuters berichten, sollen die Entlassungen dort bereits am 19. August beginnen. Der Fokus liegt dabei auf rückwärtigen Verwaltungsbereichen, den sogenannten Back-Office-Funktionen. Betroffen sind Abteilungen wie Personalwesen, Finanzen, Beschaffung und die Lieferkette.

Ein Teil dieser Aufgaben wird künftig nicht mehr intern wahrgenommen. Imperial Brands bestätigte, dass bestimmte Back-Office-Rollen bei ITG Brands bis Ende 2026 an den strategischen Partner Capgemini SE ausgelagert werden.

Mit diesem Schritt reagiert der Konzern auf den anhaltenden Druck in der Tabakbranche, in der Wettbewerber wie British American Tobacco Medienberichten zufolge bereits ihre globale Belegschaft um etwa 20 Prozent reduziert haben.

Rückschlag für E-Zigaretten und rechtliche Erfolge

Die Entscheidung, das Geschäft mit der E-Zigarette blu in den Vereinigten Staaten einzustellen, folgt auf wiederholte Ablehnungen von Vermarktungsgenehmigungen durch die US-Gesundheitsbehörde FDA. Trotz dieses Rückzugs konnte der Konzern in anderen Bereichen regulatorische Teilerfolge in den USA erzielen.

So erreichte die Tochter Fontem US am 30. Juli eine Einigung mit der FDA bezüglich der Nikotinbeutel der Marke ZONE. Die Behörde setzte eine Ablehnungsanordnung aus und erklärte sich bereit, eine erneute wissenschaftliche Prüfung der Produkte vorzunehmen.

Zudem verbuchte ITG Brands gemeinsam mit Wettbewerbern einen gerichtlichen Sieg. Ein US-Bezirksrichter entschied am 30. Juli, dass die FDA ihre Befugnisse überschritten habe, indem sie elf spezifische grafische Warnhinweise auf Tabakverpackungen vorschrieb.

Analysten senken den Daumen

Die strategischen Herausforderungen spiegelten sich zuletzt auch in der Einschätzung der Analysten wider. Am Freitag stufte das Analysehaus UBS die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ herab und senkte das Kursziel von 3.500 Pence auf 3.150 Pence. Als Begründung nannten die Experten einen Mangel an kurzfristigen Kurstreibern sowie den intensiven Wettbewerb durch Konkurrenten wie Altria und British American Tobacco.

An der Börse sorgten die Nachrichten zum Wochenauftakt für Verkaufsdruck. Die Aktie verzeichnete gestern ein Minus von 3,01 Prozent und ging mit einem Schlusskurs von 31,55 Euro aus dem Handel. Damit beläuft sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch inzwischen auf -18,03 Prozent.

Um den Aktienkurs zu stützen, setzt das Unternehmen weiterhin auf sein laufendes Rückkaufprogramm im Volumen von 1,45 Milliarden Pfund. Allein in der vergangenen Woche wurden in mehreren Tranchen Zehntausende eigene Anteile erworben und anschließend eingezogen.

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