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Imperial Brands Aktie: Kritisiert EU-Kommission wegen Konsultation

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 03:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Konzern beanstandet fehlende eingereichte Nachweise und hält zugleich an seinen operativen Zielen für das Geschäftsjahr 2026 fest.

Imperial Brands PLC GB0004544929: Bauhaus-Poster mit Text CONSUMER GOODS
Imperial Brands PLC (GB0004544929): geometrisches Bauhaus-Poster mit kräftigen Formen und Sektor-Schriftzug CONSUMER GOODS Illustration mit AI erstellt.

Am Montag hat Imperial Brands deutliche Kritik an der Europäischen Kommission geäußert. Der Tabakkonzern fordert mehr Offenheit im laufenden Konsultationsverfahren zu Tabak- und Nikotinprodukten.

Nach Angaben des Unternehmens wurden zentrale Nachweise, die Imperial Brands bei den europäischen Behörden eingereicht hatte, in der offiziell veröffentlichten Zusammenfassung der Kommission nicht berücksichtigt.

Für den Konzern steht bei der Debatte viel auf dem Spiel, da regulatorische Vorgaben der Europäischen Union die Rahmenbedingungen für klassische Verbrennungsprodukte ebenso wie für neuartige Alternativen maßgeblich beeinflussen.

Spannungsfeld zwischen Regulierung und Marktumfeld

Die Auseinandersetzung mit den Brüsseler Behörden fällt in eine Phase, in der der Konzern strategisch an mehreren Fronten agiert. Neben dem regulatorischen Austausch versucht Imperial Brands, seine Position in bestehenden Kernsegmenten zu festigen.

So erweiterte das Unternehmen am 30. September sein britisches Angebot im preissensiblen Segment durch die Markteinführung der Marke Paramount Red Superkings, die für einen empfohlenen Verkaufspreis von 14,80 Pfund im Groß- und Einzelhandel angeboten wird.

Gleichzeitig verläuft die operative Entwicklung nicht völlig ohne Gegenwind. Russ Mould vom Investmenthaus AJ Bell verwies anlässlich des jüngsten Unternehmensupdates darauf, dass die Entwicklung der Marktanteile sowie ungünstige Währungseinflüsse hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien, während Imperial Brands an seiner Ergebnisprognose festhielt.

Bestätigte Prognosen und anstehende Jahreszahlen

Trotz dieses Marktumfelds bekräftigte das Management die operativen Zielmarken für das am 30. September 2026 abgelaufene Geschäftsjahr. Der bereinigte operative Gewinn soll währungsbereinigt um 3 bis 5 Prozent zulegen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie strebt die Führung ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an, flankiert von einem freien Cashflow von mehr als 2,2 Milliarden Pfund.

Detaillierten Einblick in das abgelaufene Geschäftsjahr erhalten Anleger in wenigen Wochen: Die vollständigen Jahresergebnisse will der Konzern am 17. November 2026 vorlegen.

Zusätzliche Stützung bietet die Kapitalallokation. Vor gut einer Woche kündigte das Unternehmen ein weiteres Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Pfund für das Geschäftsjahr 2027 an, das bis spätestens 29. Oktober 2027 abgeschlossen sein soll. Eine erste Tranche von bis zu 750 Millionen Pfund wird über die HSBC Bank plc abgewickelt, wobei die erworbenen Papiere eingezogen werden.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Am gestrigen Dienstag schloss die Aktie mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 32,26 Euro und notiert damit 8,1 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 29,85 Euro.

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