INFRACORE Aktie: Verbindliche Zusage fĂŒr Wetzikon
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 09:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deIm Ringen um das Spital Wetzikon legt Infracore nach. Das Spitalimmobilienunternehmen hat sich unwiderruflich verpflichtet, im Fall eines gescheiterten Nachlassvertrags ein Kaufangebot abzugeben. Auslöser sind neun institutionelle GlÀubiger, die den Vertrag in der vorliegenden Form ablehnen.
Das Angebot im Detail
Infracore will 70 Millionen Franken in bar zahlen, und zwar fĂŒr sĂ€mtliche Immobilien und betrieblichen Aktiven der GZO AG Spital Wetzikon. Liquide Mittel und Forderungen der GZO gehören nicht zum Kauf. Sie stehen weiterhin den GlĂ€ubigern zur VerfĂŒgung. Ăffentliche Mittel beansprucht Infracore nicht.
Die Zusage wurde heute per Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht. Der Verwaltungsrat hat sie genehmigt, die Finanzierung ist nach Unternehmensangaben gesichert. Das eigentliche Kaufangebot folgt erst, wenn das Scheitern des Nachlassvertrags feststeht.
GlÀubiger geben den Ausschlag
Gewicht erhĂ€lt der Schritt durch die GlĂ€ubigerseite. Die neun Institute vertreten Forderungen von rund 130 Millionen Franken, das ist mehr als die HĂ€lfte der stimmberechtigten Forderungen. Sie haben Infracore schriftlich mitgeteilt, dass sie dem Nachlassvertrag nicht zustimmen und ein Angebot des Unternehmens begrĂŒĂen.
FĂŒr den Betrieb sieht Infracore keine Unterbrechung vor. Die Ăbernahme ist mit Swiss Medical Network vorbereitet, der langjĂ€hrigen Partnerin des Unternehmens. CEO Eric Frey formuliert es knapp: Die GlĂ€ubiger hĂ€tten um eine verbindliche Alternative gebeten, nun liege sie vor.
Börse reagiert verhalten
Die Aktie notierte zum Zeitpunkt der Nachricht bei 56,70 Euro und lag damit leicht im Plus. Eine heftige Reaktion blieb zunÀchst aus.
Das Kaufangebot hĂ€ngt vollstĂ€ndig vom Ausgang des Nachlassverfahrens ab. Scheitert der Vertrag, will Infracore zu diesem Zeitpunkt ĂŒber die Einzelheiten informieren. Bis dahin Ă€uĂert sich das Unternehmen nach eigener Aussage nicht weiter zum laufenden Verfahren.
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