Aktie, Management

innoscripta Aktie: Management beteuert ungestörten Betrieb

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 14:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Untersuchungen zu Forschungszulagen betreffen KundenantrÀge; innoscripta meldet ungestörte AblÀufe und kann mögliche Folgen noch nicht beziffern.

innoscripta: Ermittlungen belasten Vertrauen, GeschÀftsbetrieb lÀuft weiter
Modernes, elegantes BĂŒrointerieur als Symbol fĂŒr unternehmerische StabilitĂ€t und BetriebskontinuitĂ€t. Illustration mit AI erstellt.

Zwischen behördlichen Ermittlungen und dem BemĂŒhen um operative NormalitĂ€t steht fĂŒr innoscripta die GlaubwĂŒrdigkeit auf dem Spiel. Nach den Durchsuchungsmaßnahmen an Standorten des Unternehmens versucht das Management, den Fokus wieder auf die FortfĂŒhrung der laufenden GeschĂ€fte zu lenken.

Am Markt bleibt die ZurĂŒckhaltung der Investoren greifbar: Das Papier notiert bei 45,65 Euro. Im Mittelpunkt steht fĂŒr Anleger die Frage, wie schwer die steuerstrafrechtlichen VorwĂŒrfe das operative Umfeld und die kĂŒnftige Entwicklung des Unternehmens belasten.

Ermittlungen wegen Beihilfe bei Forschungszulagen

Auslöser der Verunsicherung sind steuerstrafrechtliche Ermittlungen, die den Verdacht der Beihilfe zur Erlangung ungerechtfertigter Steuervorteile bei Forschungszulagen betreffen. Den Angaben der Gesellschaft zufolge stehen dabei AntrÀge einzelner Kunden im Fokus der Behörden.

Die Maßnahmen erfolgten auf richterlicher Grundlage: ZustĂ€ndig waren BeschlĂŒsse des Amtsgerichts SchwĂ€bisch GmĂŒnd vom 3. August und 15. September. Die Durchsuchungen erstreckten sich auf GeschĂ€ftsrĂ€ume der Gesellschaft sowie weiterer Gruppengesellschaften an den Standorten MĂŒnchen und Tutzing.

Nach dem vorlĂ€ufigen Kenntnisstand des Unternehmens beziehen sich die beanstandeten VorgĂ€nge auf ein mögliches Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter. Eine abschließende EinschĂ€tzung möglicher finanzieller oder sonstiger Auswirkungen ist nach Angaben von innoscripta zum gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Die Gesellschaft betonte zugleich, vollumfĂ€nglich mit den Ermittlungsbehörden zu kooperieren und Transparenz bei der Aufarbeitung der VorwĂŒrfe gewĂ€hrleisten zu wollen.

Management betont ungestörten GeschÀftsbetrieb

GegenĂŒber dem Kapitalmarkt bemĂŒht sich die UnternehmensfĂŒhrung um Beruhigung. Der operative GeschĂ€ftsbetrieb laufe ohne BeeintrĂ€chtigung weiter, teilte innoscripta in einer Stellungnahme mit. Zudem seien nach damaligem Kenntnisstand der Gesellschaft keine GeschĂ€ftsvorgĂ€nge des laufenden GeschĂ€ftsjahres von den Untersuchungen berĂŒhrt.

Um den direkten Austausch mit den Anteilseignern zu suchen, lud das Unternehmen seine AktionĂ€re zu einer persönlichen Produktvorstellung an den Standort Tutzing ein. Genaue Termine fĂŒr diese Veranstaltung sollen kurzfristig bekannt gegeben werden.

Die Ungewissheit ĂŒber das Verfahren dĂ€mpft die Stimmung am Markt weiterhin. Der Kurs liegt mit einem Abstand von 67 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 137,00 Euro. FĂŒr Anleger kommt es darauf an, ob sich die behördlichen Feststellungen tatsĂ€chlich auf die Vergangenheit beschrĂ€nken und ob aus den VorwĂŒrfen finanzielle Belastungen fĂŒr das Unternehmen erwachsen.

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