Insmed, Aktie

Insmed Aktie: Management bekräftigt Ausblick bei Morgan Stanley

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 09:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Insmed hebt die Umsatzperspektiven für BRINSUPRI und TPIP hervor, während Roth Capital das Kursziel für die Aktie auf 198 US-Dollar senkt.

Insmed bekräftigt Milliardenpotenzial für BRINSUPRI und TPIP
Moderne, lichtdurchflutete pharmazeutische Forschungsumgebung als Symbol für Biotech-Erfolg und Stabilität. Illustration mit AI erstellt.

Das US-Biopharmaunternehmen Insmed stellt für seine wichtigsten Produktkandidaten milliardenschwere Spitzenumsätze in Aussicht. Auf der diesjährigen Global Healthcare Conference von Morgan Stanley bekräftigte die Unternehmensführung am Montag ihren angehobenen kommerziellen Ausblick. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Markterwartungen für das Medikament BRINSUPRI sowie der Wirkstoffkandidat TPIP.

Angehobene Prognosen für BRINSUPRI und TPIP

Medienberichten zufolge rechnet das Management für das Gesamtjahr bei BRINSUPRI nun mit Erlösen in einer Spanne von 1,25 Milliarden bis 1,4 Milliarden US-Dollar. Für den US-Markt peilt Insmed bei diesem Präparat langfristig einen Spitzenumsatz von über 7 Milliarden US-Dollar an.

Bereits wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen auf einer Branchenkonferenz von Cantor Fitzgerald am 9. September auf eine über den Erwartungen liegende Marktaufnahme von BRINSUPRI hingewiesen.

Auch für den Wirkstoff TPIP zeichnete die Unternehmensleitung ein optimistisches Bild. Über vier Indikationen hinweg wird hier ein Spitzenumsatz von mehr als 6 Milliarden US-Dollar angestrebt. Zusammengenommen sieht das Management für die drei führenden Programme des Hauses ein höheres Erlöspotenzial als bislang veranschlagt.

Auf dem Kongress der European Respiratory Society in Barcelona präsentierte das Unternehmen zudem kürzlich Studiendaten aus seinem Atemwegsportfolio, darunter Phase-3b-Daten zur ENCORE-Studie für ARIKAYCE sowie weiterführende Analysen zu BRINSUPRI und pulmonaler Hypertonie.

Kurszielanpassung und Insider-Transaktion

Auf Analystenseite stieß der jüngste Auftritt auf ein geteiltes Echo hinsichtlich der kurzfristigen Bewertung. Analyst Adam Walsh vom Analysehaus Roth Capital bestätigte am Dienstag seine Kaufempfehlung für die Aktie, reduzierte das Kursziel jedoch von 212 auf 198 US-Dollar.

Parallel zu den Konferenzauftritten meldete das Unternehmen auch Transaktionen aus den eigenen Reihen an die US-Börsenaufsicht. Director David R. Brennan veräußerte am 9. September insgesamt 25.000 Stammaktien zu einem Preis von je 124,00 US-Dollar. Nach Abwicklung dieses Verkaufs hält Brennan direkt noch 39.238 Aktien sowie weitere 60.000 Anteilsscheine indirekt über einen Treuhandfonds seiner Ehefrau.

Aktie hinkt Jahreshoch hinterher

An den europäischen Handelsplätzen beendete die Insmed-Aktie die Handelswoche am Freitag bei einem Schlusskurs von 106,84 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Rückgang von 29 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 187,00 Euro ist der Titel derzeit weit entfernt, während das Unternehmen versucht, das Vertrauen der Anleger mit der Vorlage solider Vermarktungs- und Studiendaten schrittweise zurückzugewinnen.

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