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Inspire Medical Aktie: Wachstum kehrt zurück

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 16:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Marge und Kostensenkungen stützten das Quartal; für 2027 stellt das Management wieder ein Umsatzplus in Aussicht.
Moderne medizinische Forschungsumgebung in einem sterilen, professionellen Labor mit Fokus auf Innovation. Illustration mit AI erstellt.

Umsatz minus 7,9 Prozent, operativer Verlust, trotzdem Kursplus nachbörslich: Inspire Medical hat im dritten Quartal gezeigt, wie sehr die Stimmung an Stabilisierungssignalen hängt. Der Hersteller von Implantaten gegen Schlafapnoe übertraf die Erwartungen und stellte für 2027 erstmals wieder Wachstum in Aussicht.

Zahlen besser als erwartet

Der Umsatz lag bei 206,7 Millionen Dollar und damit leicht über der Konsensschätzung von rund 204 Millionen. Gegenüber dem Vorquartal legte er um drei Prozent zu, zum Vorjahr ging er jedoch zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,14 Dollar, erwartet waren 0,09 Dollar.

Der Beat speiste sich eher aus Marge und Kostendisziplin als aus Nachfrage. Die Bruttomarge stieg auf 86 Prozent, getragen vom höheren Anteil des neuen Systems Inspire V. Die bereinigten Betriebskosten sanken.

Nach Rechnungslegungsstandards steht ein operativer Verlust von 28,7 Millionen Dollar. Er resultiert vor allem aus Restrukturierungskosten für das Programm Project Horizon, einem Vergleich in einer Sammelklage und höheren Rechtskosten. Das Unternehmen verfügt über rund 453 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und keine Schulden.

Erstattungsprobleme bremsen weiter

Die Kodierungs- und Erstattungsänderungen kosteten das Quartal rund 30 Millionen Dollar Umsatz. Für 2026 beziffert das Management die Belastung auf etwa 120 Millionen Dollar. Auch das Auslandsgeschäft schwächelte: Dort fiel der Umsatz um neun Prozent, vor allem wegen des Lagerabbaus in Deutschland. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen dort wieder eine stabile Entwicklung.

Die Jahresprognose grenzte Inspire auf 850 bis 860 Millionen Dollar Umsatz ein, zuvor lag die Spanne bei 835 bis 875 Millionen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 1,20 bis 1,40 Dollar betragen.

2027 als Wendepunkt

Für 2027 peilt das Management ein Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Das entspricht grob 870 bis 875 Millionen Dollar und liegt unter der Konsensschätzung von etwa 890 Millionen. Stützen sollen ein stabileres Abrechnungsumfeld, mehr Außendienstkapazität in rund 40 Wachstumsmärkten und wachsende Erlöse aus Batteriewechseln.

Langfristig wichtig ist ein neuer Kategorie-I-Abrechnungscode für die Nervenstimulation, der am 1. Januar 2028 in Kraft tritt. Er soll die derzeit uneinheitliche Abrechnung vereinfachen. Die endgültige Vergütungsregel der US-Behörde CMS für 2027 steht noch aus und wird noch diese Woche erwartet.

Analysten uneinig

Stifel bestätigt "Buy" mit einem Kursziel von 85 Dollar. Wells Fargo hob das Ziel auf 69 Dollar an, von 56 Dollar, und bleibt bei "Equal Weight". Truist senkte dagegen auf 76 Dollar nach 78 Dollar und begründet das mit einer angepassten Umsatzschätzung für 2028.

Die Aktie schloss vor den Zahlen bei 67,21 Dollar und legte nachbörslich auf 68,44 Dollar zu. Sie liegt weit unter dem Jahreshoch von 147,03 Dollar. Die Veröffentlichung der finalen CMS-Vergütungsregel in den nächsten Tagen dürfte zeigen, ob die im Sommer vorgeschlagene deutliche Erhöhung Bestand hat.

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