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Intel Aktie: OptionshÀndler greifen zu

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 15:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Intel verzeichnet starkes Optionsvolumen und ĂŒberwiegend Call-KĂ€ufe. GesprĂ€che mit SK Hynix ĂŒber Ohio bleiben ohne konkreten Abschluss.

Photorealistic semiconductor cleanroom with technicians in full white bunny suits working at wafer processing stations under cool blue overhead lighting, rows of yellow lithography machines in background
Intel Corporation US4581401001 zeigt Techniker in Bunny Suits im blauen Halbleiter-Reinraum bei der Wafer-Fertigung Illustration mit AI erstellt.

Intel ist zum Liebling der OptionshĂ€ndler geworden. Am Donnerstag wechselten mehr als 1,3 Millionen Kontrakte den Besitzer — fast das Dreifache des Monatsdurchschnitts. Die Aktie kletterte auf den höchsten Stand seit Juli und liegt damit 35 Prozent ĂŒber ihrem Sommertief.

Das Kaufinteresse war eindeutig einseitig verteilt. Rund 270.000 Call-Optionen standen etwa 140.000 Puts gegenĂŒber. Von 320 Millionen Dollar PrĂ€mienvolumen entfielen 231 Millionen Dollar auf Calls — ein klares Signal, dass Trader auf weiter steigende Kurse setzen.

Der meistgehandelte Kontrakt mit Laufzeit ĂŒber den Freitag hinaus war ein Call mit Basispreis 115 Dollar und FĂ€lligkeit 2. Oktober, der noch ein Kursplus von 7,7 Prozent brĂ€uchte, um im Geld zu enden.

SK Hynix als Kurstreiber im Hintergrund

Der Optimismus speist sich aus den laufenden GesprĂ€chen mit SK Hynix ĂŒber eine mögliche Chipfertigung am Intel-Standort in Ohio. Parallel dazu prĂŒft die SK-Hynix-Tochter Solidigm den Bau eines separaten NAND-Werks in den USA, offenbar im Bundesstaat New York — unabhĂ€ngig von den Ohio-Verhandlungen mit Intel.

Ein Sprecher von SK Hynix bezeichnete die PlĂ€ne bislang lediglich als eine von mehreren geprĂŒften Optionen zur StĂ€rkung der WettbewerbsfĂ€higkeit, konkrete BeschlĂŒsse gebe es nicht.

Hinter dem Vorstoß steht spĂŒrbarer politischer Druck: Die US-Regierung drĂ€ngt SK Hynix, mehr FertigungskapazitĂ€t ins Land zu holen. Ein globaler Engpass bei Speicherchips, befeuert durch den Investitionsboom rund um KI-Rechenzentren, verleiht den PlĂ€nen zusĂ€tzliche Dringlichkeit.

FĂŒr Intel wĂ€re eine Partnerschaft mit dem sĂŒdkoreanischen Speicherspezialisten ein weiterer Baustein in der Strategie, freie FertigungskapazitĂ€ten an Dritte zu vermieten.

Intel gehörte am Donnerstag neben AMD, Crowdstrike und SpaceX zu den meistgehandelten Tech-Namen im Optionsmarkt, nachdem der Nasdaq-100 seinen besten Tag seit sechs Wochen verbuchte und die VolatilitĂ€t deutlich zurĂŒckging. Die Positionierung ĂŒber alle vier Werte hinweg fiel klar bullisch aus.

Ob aus den GesprĂ€chen mit SK Hynix ein konkreter Vertrag fĂŒr das Ohio-Werk wird, ist offen — wichtige Details gelten laut den Beteiligten noch als ungeklĂ€rt. Der Optionsmarkt preist bis zur Oktober-FĂ€lligkeit bereits ein weiteres deutliches Kursplus ein.

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