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Intel Aktie: SK Hynix verhandelt über Ohio-Werk

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 20:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Intel gewinnt 7,8 Prozent, während Gespräche mit SK Hynix und höhere Kursziele die Fantasie trotz Verzögerungen in Ohio stärken.

Soft watercolor panorama of Santa Clara California with low-rise tech campus buildings nestled among trees, rolling hills and distant mountains in warm pastel peach lavender and blue tones
Intel Corporation US4581401001 Heimatstadt Santa Clara mit sanften Pastelltönen und Bergen im Aquarell-Stil Illustration mit AI erstellt.

Die Intel-Aktie setzt am heutigen Donnerstag ihren deutlichen Aufwärtstrend fort und verzeichnet signifikante Kursgewinne. Ein Mix aus Berichten über eine potenzielle strategische Partnerschaft mit dem südkoreanischen Speicherhersteller SK Hynix sowie mehrere optimistische Analystenbewertungen treibt das Papier an.

Mit einem Plus von 7,8 % notiert die Aktie aktuell bei 95,00 € und setzt damit die Rallye fort, die den Wert seit Jahresbeginn bereits um 203 % steigen ließ.

Strategische Allianz für US-Speicherproduktion im Gespräch

Medienberichten zufolge führen Intel und SK Hynix erste explorative Gespräche über eine erstmalige Produktion von Speicherchips in den USA. Im Kern stehen zwei Szenarien: Entweder könnte SK Hynix einen Teil des geplanten Intel-Werkkomplexes im US-Bundesstaat Ohio anmieten oder ein Joint Venture mit Intel und großen Cloud-Anbietern eingehen.

Ziel der Überlegungen ist es, die wachsende Nachfrage nach KI-Speicherlösungen wie HBM (High Bandwidth Memory) direkt auf dem amerikanischen Markt zu bedienen.

Trotz der Markteuphorie betonte SK Hynix, dass bislang keine konkreten Vereinbarungen oder finalen Investitionspläne existieren. Zudem steht eine regulatorische Prüfung durch die südkoreanische Regierung im Raum, da Technologien wie HBM als nationale Kerntechnologien eingestuft werden. Eine Entscheidung über die Eigentümerstruktur oder die genauen Kapazitäten in Ohio steht dementsprechend noch aus.

Bauverzögerungen in Ohio und operative Anpassungen

Die Realisierung des Großprojekts in Ohio ist indes mit zeitlichen Verschiebungen verbunden. Der ursprünglich für das kommende Jahr geplante Produktionsstart in den zwei neuen Fabriken verzögert sich voraussichtlich bis zum Zeitraum 2030/2031. Intel plant für den Standort langfristig ein Investitionsvolumen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar.

Flankiert wird die Nachrichtenlage von operativen Maßnahmen zur Margenverbesserung. Für Anfang Oktober plant der Konzern eine Preiserhöhung für PC-CPUs um rund 10 %.

Gleichzeitig vermeldet das Unternehmen Fortschritte in der Fertigungstechnik: Die Produktion mit modernen High-NA EUV-Anlagen verlaufe vielversprechend, wobei bereits über eine Million Wafer gefertigt wurden. Dies wird als wichtiges Signal gewertet, um technologisch wieder zum Wettbewerb aufzuschließen.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Die jüngsten Entwicklungen lösten positive Reaktionen bei Marktexperten aus. Die Analysten von Tigress Financial hoben ihr Kursziel an der US-Börse deutlich von 118 auf 145 Dollar an und bekräftigten ihre Kaufempfehlung.

Auch das Haus Northland stufte das Papier auf „Outperform“ hoch und sieht ein Ziel von 120 Dollar. In weiteren Marktanalysen wird sogar ein Anstieg auf bis zu 200 Dollar innerhalb der nächsten zwei Jahre für möglich gehalten, sofern die künftige 14A-Fertigungstechnologie Großkunden wie Apple gewinnen kann.

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