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International Paper Aktie: Deutsche Bank hebt Kursziel auf 50 Dollar

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 04:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

International Paper übertrifft mit bereinigtem Gewinn je Aktie die Erwartungen. Trotz Umsatzminus und EMEA-Schwäche zeigt sich der Konzern zuversichtlich für das Gesamtjahr.

International Paper übertrifft Prognosen: Quartalszahlen trotz Marktherausforderungen stark
Moderne, sonnendurchflutete Papierfabrik mit Fokus auf industrielle Fertigung und wirtschaftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

International Paper hat am Donnerstag die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei trotz eines schwierigen Marktumfelds die Gewinnprognosen der Analysten übertroffen. Während das Unternehmen einen Nettoverlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 12 Millionen US-Dollar ausweisen musste, lag das bereinigte operative Ergebnis pro Aktie bei 0,04 US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem bereinigten Verlust von 0,04 US-Dollar gerechnet. Der Nettoumsatz belief sich auf 6,004 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Robuste Volumenentwicklung in Nordamerika

Im wichtigsten Geschäftssegment, dem Bereich Industrial Packaging North America, verzeichnete International Paper eine positive Tendenz beim Absatzvolumen. Das tägliche Versandvolumen von Kartonagen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent. Dennoch sank der Umsatz in diesem Segment um 4,5 Prozent auf 3,69 Milliarden US-Dollar, was zu einem operativen Gewinn von 204 Millionen US-Dollar führte. Laut Unternehmensangaben konnte die Leistung der Papierfabriken um rund 500 Basispunkte gesteigert werden.

Demgegenüber stand eine schwächere Entwicklung im EMEA-Raum (Europa, Naher Osten und Afrika). Das Segment verzeichnete einen operativen Verlust von 80 Millionen US-Dollar bei einem nahezu stabilen Umsatz von 2,29 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen führt die Herausforderungen in dieser Region unter anderem auf inflationäre Kostenentwicklungen sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zurück. Zur Effizienzsteigerung wurden in der Region bereits 31 Anlagen geschlossen und die Belegschaft um mehr als 3.000 Stellen reduziert, was zu Einsparungen von über 210 Millionen US-Dollar führte.

Strategische Neuausrichtung und Preiserhöhungen

International Paper treibt die strategische Fokussierung weiter voran. Die geplante Abspaltung des EMEA-Verpackungsgeschäfts verläuft planmäßig und soll bis Anfang 2027 abgeschlossen sein. Ziel ist es, sich künftig stärker auf die Kernmärkte und profitablere Strukturen zu konzentrieren. Parallel dazu hat der Konzern im vergangenen Quartal die Übernahmen von NORPAC und Delmarva abgeschlossen sowie den Umbau der Maschine im Werk Riverdale beendet.

Um auf die gestiegenen Rohstoffkosten, insbesondere bei Altpapier (OCC), zu reagieren, kündigte das Management die dritte Preiserhöhung für Containerboard im laufenden Jahr an. Ab dem 1. September soll der Preis um 80 US-Dollar pro Tonne steigen. Für das dritte Quartal 2026 prognostiziert International Paper ein bereinigtes EBITDA zwischen 780 und 830 Millionen US-Dollar. Darin ist bereits ein negativer Effekt von 85 Millionen US-Dollar durch die Schließung des Werks in Pine Hill enthalten. Für das Gesamtjahr wird ein bereinigtes EBITDA in einer Spanne von 3,2 bis 3,4 Milliarden US-Dollar angestrebt.

Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial

Die Fortschritte bei der operativen Umsetzung und die über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen stießen bei Analysten auf positive Resonanz. Die Deutsche Bank stufte die Aktie gestern von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel deutlich von 39 auf 50 US-Dollar an. Analystin Hillary Cacanando begründete diesen Schritt mit den sichtbaren Fortschritten bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie. Auch die Experten von JPMorgan zeigen sich optimistisch und führen den Wert mit einer „Overweight“-Einstufung und einem Kursziel von 61 US-Dollar.

An den Märkten sorgten die Nachrichten für eine freundliche Stimmung. Die Aktie von International Paper beendete den Handel gestern bei 38,40 Euro, was einem Tagesplus von 2,13 Prozent entspricht. Seit Beginn des Jahres hat das Papier damit eine Wertsteigerung von 13,14 Prozent erzielt und sich deutlich von seinem 52-Wochen-Tief bei 25,40 Euro erholt. Anleger achten nun auf den 15. September, an dem die nächste Dividende in Höhe von 0,4625 US-Dollar pro Aktie ausgeschüttet werden soll.

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