IREN Aktie: Wagga-Projekt braucht Stromgenehmigung
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 14:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
IREN verbindet sein geplantes Großrechenzentrum in Wagga Wagga mit langfristigen Zahlungen an die Stadt. Für Anleger konkretisiert das die lokalen Verpflichtungen des Vorhabens. Die Umsetzung bleibt allerdings von Netzanschluss und Genehmigungen abhängig.
Milliardenprojekt mit kommunalen Verpflichtungen
Die geplante Leistung beträgt 900 MW. Damit handelt es sich um ein erhebliches Ausbauvorhaben, das sich bislang jedoch erst in einer frühen Prüfung befindet.
Die vorgesehenen Zahlungen an Wagga Wagga zeigen, dass die Planung über den eigentlichen Rechenzentrumsbau hinausgeht. Gemeindefonds und Infrastrukturbeiträge sollen die Standortentwicklung begleiten. Diese Ausgaben sind damit Teil der wirtschaftlichen Dimension des Projekts und nicht bloß eine technische Randfrage.
IREN erwartet während des Baus 500 Arbeitsplätze und im späteren Betrieb 200 Stellen. Der Ausbau soll schrittweise über sechs bis acht Jahre erfolgen. Die angekündigten Beschäftigungseffekte verteilen sich somit auf eine lange Bauphase und einen anschließenden dauerhaften Betrieb.
Lokale Akzeptanz ist dabei ein relevanter Faktor. Capital Brief berichtet über wachsenden Widerstand gegen KI-Infrastruktur. Gegen ein gegenüberliegendes Projekt von CDC richtete sich bereits eine Petition mit 4.600 Unterschriften. Diese richtet sich nicht gegen IRENs Vorhaben, verdeutlicht aber das anspruchsvolle Umfeld für weitere Großprojekte in der Region.
Stromanschluss entscheidet über den Projektwert
Der entscheidende Vorbehalt betrifft die Stromversorgung. Laut IREN gehört Redbank nicht zum bereits gesicherten Stromportfolio von 5 GW. Sowohl der Netzanschluss als auch die Genehmigungen in New South Wales stehen noch aus.
Für Anleger ist diese Abgrenzung wesentlich: Eine Entwicklungsmöglichkeit ist noch keine gesicherte Kapazität. Die Größe des angekündigten Campus beschreibt das Ausbaupotenzial, nicht den bereits erreichten Umsetzungsstand.
IREN strebt für Wagga Wagga einen Netzanschluss im Jahr 2029 an. Das ebenfalls geplante Projekt Bundey in Südaustralien zielt auf 2028. Bei einer Umsetzung von Redbank könnte die australische Entwicklungspipeline insgesamt 1,7 GW erreichen.
Zunächst stehen Planung und öffentliche Beteiligung an. Bis Ende Oktober soll eine Voruntersuchung beim Planungsministerium von New South Wales eingereicht werden. Bürgersitzungen sind für den 4. und 5. November vorgesehen. Diese Schritte führen das Projekt weiter durch den Prüfungsprozess, ersetzen aber weder die ausstehenden Genehmigungen noch eine gesicherte Stromversorgung.
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