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ITM Power Aktie: Umsatz wächst, Verluste sinken

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 20:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Für 2027 erwartet ITM Power mehr Umsatz und einen geringeren bereinigten EBITDA-Verlust, jedoch weiterhin ein negatives Ergebnis.
Abstraktes, hochwertiges Foto einer modernen Wasserstoff-Brennstoffzelle in einer industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

ITM Power erwartet weiteres Wachstum, aber noch keinen ausgeglichenen operativen Ergebnisausweis auf bereinigter EBITDA-Basis. Für Anleger liegt darin die entscheidende Einordnung: Der Umsatz steigt und die Verluste sinken. Der nächste Schritt ist jedoch zunächst eine weitere Verringerung des Fehlbetrags – nicht die angekündigte Gewinnschwelle.

Umsatzwachstum verbessert die Ergebnisbasis

Die bereits veröffentlichten Geschäftszahlen für 2026 zeigen einen Rekordumsatz von £43,6 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 68%.

Entscheidend ist dabei nicht allein das höhere Geschäftsvolumen. Das Wachstum ging mit einer Verbesserung des bereinigten operativen Ergebnisses einher. Damit steht der Umsatzanstieg nicht isoliert neben einer unverändert hohen Verlustbelastung.

Der bereinigte EBITDA-Verlust verringerte sich von £33,0 Millionen auf £20,2 Millionen. Zum Geschäftsjahresende verfügte ITM Power über liquide Mittel von £215,6 Millionen.

Diese Liquidität gehört zur finanziellen Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung. Sie ist allerdings ebenso wenig ein Profitabilitätsnachweis wie der rückläufige Fehlbetrag. Für die Bewertung müssen Anleger deshalb zwischen vorhandenen Mitteln und der erwarteten Ergebnisentwicklung unterscheiden.

Ausblick signalisiert weitere Verlustverringerung

Für das Geschäftsjahr 2027 stellt ITM Power einen Umsatz zwischen £50 Millionen und £60 Millionen in Aussicht. Die gesamte Prognosespanne liegt damit über dem erreichten Jahresumsatz.

Der Ausblick setzt die Wachstumsrichtung fort. Gleichzeitig bleibt die Ergebnisprognose ausdrücklich negativ. Umsatzwachstum und operative Profitabilität sind deshalb auch für das kommende Geschäftsjahr getrennt zu beurteilen.

Beim bereinigten EBITDA erwartet das Unternehmen einen Verlust zwischen £17 Millionen und £20 Millionen. Auch diese Spanne würde gegenüber dem abgeschlossenen Geschäftsjahr eine Verbesserung bedeuten.

Das ist ein Fortschritt, aber kein angekündigter Sprung in die Gewinnzone. Die Prognose beschreibt vielmehr eine schrittweise Annäherung: mehr Geschäft bei geringerer Verlustbelastung. Ob ITM Power diesen Weg einhält, lässt sich künftig an beiden Größen messen.

Hydropulse eröffnet eine längerfristige Perspektive

Als längerfristiger Kontext kommt die vor gut einer Woche vereinbarte Eckpunktevereinbarung der Tochter Hydropulse hinzu. Sie betrifft ein geplantes Projekt für grünen Wasserstoff mit einer europäischen Ölraffinerie.

Vorgesehen sind 150 Megawatt auf Grundlage einer zehnjährigen Vereinbarung. Die endgültige Investitionsentscheidung wird für 2027 angestrebt.

Eine gemeinsame technische Vorplanung läuft bereits. Die Eckpunktevereinbarung darf deshalb nicht mit einer endgültigen Investitionsfreigabe oder einer laufenden Produktion gleichgesetzt werden.

Der Produktionsbeginn wird für 2029 erwartet. Das Vorhaben eröffnet somit eine spätere Geschäftsperspektive, belegt aber noch keinen kurzfristigen Ergebnisbeitrag. Für die nähere Bewertung bleibt der angekündigte Kurs aus Umsatzwachstum und sinkendem bereinigtem EBITDA-Verlust der konkretere Maßstab.

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