Kerry Aktie: Weiterer Rückkauf über 300 Millionen geplant
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 09:28 Uhr | Redaktion boerse-global.deKerry hält nach dem heute veröffentlichten Zwischenbericht an seiner Jahresprognose fest und plant einen weiteren Aktienrückkauf von bis zu 300 Mio. Euro. Steigende Absatzmengen und eine verbesserte Marge stützen den Ausblick. Eine Anhebung des Gewinnziels verbindet das Unternehmen damit allerdings nicht.
Mehr Volumen bei verbesserter Marge
In den ersten neun Monaten 2026 legten die Absatzmengen um 3,6% zu. Zugleich stieg die EBITDA-Marge im Berichtszeitraum um 50 Basispunkte. Darüber berichtete der Irish Independent.
Für Anleger ist diese Kombination entscheidend: Kerry verkauft mehr und verbessert zugleich die operative Profitabilität. Das Absatzwachstum geht damit nicht zulasten der ausgewiesenen Marge. Die Entwicklung liefert eine operative Grundlage für das bestätigte Gewinnziel.
Regional fiel das Mengenwachstum unterschiedlich aus. Laut RTÉ erreichte es im Neunmonatszeitraum in Americas 4%, in Europa 0,7% und in APMEA 5,2%. Europa blieb damit hinter den beiden anderen Regionen zurück.
Die regionale Verteilung begrenzt das Bild einer einheitlichen Wachstumsdynamik. Während APMEA und Americas stärker zulegten, fiel der Zuwachs in Europa deutlich verhaltener aus.
Jahresprognose bleibt unverändert
Kerry erwartet für 2026 weiterhin einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie um 6–10% auf konstanter Währungsbasis. RTÉ zufolge bestätigte das Unternehmen diese Prognose heute.
Die Einschränkung auf konstante Wechselkurse ist für die Einordnung wichtig: Das Ziel beschreibt die erwartete Gewinnentwicklung ohne Währungsveränderungen. Es ist zudem eine Prognose und noch kein erreichtes Jahresergebnis.
CEO Edmond Scanlon sieht Kerry trotz makroökonomischer und geopolitischer Unsicherheit gut für weiteres Volumenwachstum und eine Ausweitung der Marge positioniert. Seine Einschätzung verbindet damit Zuversicht für das operative Geschäft mit einem ausdrücklichen Verweis auf das unsichere Umfeld.
Weiterer Rückkauf vorgesehen
Nach Angaben des Irish Independent soll das zusätzliche Rückkaufprogramm nach Abschluss des laufenden Programms folgen. Vor dem Start ist eine formelle Ankündigung vorgesehen. Ende September 2026 betrug die Nettoverschuldung 2,4 Mrd. Euro.
Der geplante Rückkauf ergänzt die operative Nachricht um eine Maßnahme zugunsten der Aktionäre. Für die Beurteilung des Geschäfts bleibt jedoch die Kombination aus Mengenwachstum, Margenverbesserung und unverändertem Gewinnziel zentral. Der Zwischenbericht bestätigt damit den bisherigen Ergebnispfad, ohne die Erwartungen für das Gesamtjahr höher zu setzen.
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