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Kobe Steel Aktie: Umsatzprognose rauf, Gewinn runter

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kobe Steel hebt wegen gestiegener Verkaufspreise die Umsatzprognose an, verzeichnet aber einen deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal.

Kobe Steel: Höhere Umsatzziele trotz schwachem Quartalsgewinn
Modernes Stahlwerk bei Dämmerung mit glühendem Metall und industrieller Architektur als Symbol für die Schwerindustrie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Höhere Verkaufspreise sorgen für einen kräftigeren Umsatzausblick, während der Quartalsgewinn deutlich einbricht. Bei Kobe Steel klaffen operative Realität und Prognose auseinander — und das an einem einzigen Tag.

Der japanische Stahlkonzern legte am Mittwoch Zahlen zum ersten Quartal vor, die unter den Erwartungen blieben. Das wiederkehrende Ergebnis erreichte 22,7 Milliarden Yen, der Marktkonsens hatte mit 25 Milliarden Yen gerechnet. Noch deutlicher zeigt sich der Rückgang beim bereinigten wiederkehrenden Ergebnis, das Bestandsbewertungseffekte herausrechnet: Hier brach der Wert im Jahresvergleich um 21 Milliarden Yen auf 11,6 Milliarden Yen ein.

Der Reingewinn fiel von 38,637 Milliarden Yen im Vorjahresquartal auf 12,199 Milliarden Yen, der Gewinn je Aktie sank von 98,03 auf 30,87 Yen. Der Umsatz legte dagegen leicht zu, um 1,6 Prozent auf 578,349 Milliarden Yen.

Materialgeschäft bremst, Energiesparte belastet zusätzlich

Die Ursachen liegen im Materialgeschäft: Die Metallspreads bei Stahl schwächten sich ab, strukturelle Preiserhöhungen ließen sich nur verzögert an Kunden weitergeben. Parallel dazu drückten verlängerte Wartungsarbeiten am Kraftwerksblock 3 in Kobe auf das Ergebnis der Stromsparte. Die Lage im Nahen Osten kostete das Unternehmen im ersten Quartal zusätzlich 5,5 Milliarden Yen.

Trotz der Schwäche im Auftaktquartal hob Kobe Steel die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Für das bis März 2027 laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit 2,690 Billionen Yen Umsatz, ein Plus von 10,4 Prozent und deutlich über der bisherigen Zielmarke von 2,560 Billionen Yen. Grund sind höhere Verkaufspreise sowohl im Materialgeschäft als auch in der Stromsparte, getrieben von gestiegenen Rohstoffkosten.

Beim Gewinn bleibt der Konzern vorsichtiger. Die Prognose für das wiederkehrende Ergebnis liegt weiterhin bei 120 Milliarden Yen und damit etwa auf Vorjahresniveau, während der Marktkonsens 122 Milliarden Yen erwartet hatte. Das bereinigte wiederkehrende Ergebnis wurde sogar nach unten korrigiert, von 115,5 auf 99,5 Milliarden Yen. Die Nettogewinnprognose für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen bei 100 Milliarden Yen, ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

An der Dividende ändert sich nichts. Kobe Steel plant weiterhin eine Gesamtausschüttung von 80 Yen je Aktie für das laufende Geschäftsjahr, exakt auf dem Niveau des Vorjahres.

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