Kone, Aktie

Kone Aktie: Prognose präzisiert

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 09:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Untergrenzen bei Umsatz- und Margenausblick treffen auf eine leicht gesenkte Margenobergrenze und einen fallenden Aktienkurs.
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Kone liefert im dritten Quartal solides Wachstum und konkretisiert den Jahresausblick. Die Aktie gibt trotzdem nach: Zeitweise lag sie rund 4,4 Prozent im Minus bei etwa 54 Euro. Der Grund liegt vermutlich weniger im Quartal selbst als im Detail der Prognose.

Wachstum und Marge legen zu

Die Aufträge stiegen im Quartal um 7,2 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro, der Umsatz um 5,2 Prozent auf 2,91 Milliarden Euro. Währungsbereinigt wuchsen die Erlöse um 3,8 Prozent.

Der bereinigte operative Gewinn kletterte um 8,3 Prozent auf 369 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich auf 12,7 Prozent nach 12,3 Prozent im Vorjahr.

Der ausgewiesene Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel mit 339 Millionen Euro etwas höher aus als vor einem Jahr, die Marge sank aber auf 11,7 Prozent. Sondereffekte belasten, vor allem Kosten der geplanten Übernahme der TKE-Aufzugssparte. Der Nettogewinn sprang dennoch um knapp 20 Prozent auf 272 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei 0,52 Euro.

Schwächer fiel der operative Cashflow aus. Er sank im Quartal auf 348 Millionen Euro, nach 444 Millionen Euro im Vorjahr.

Treiber und Bremsklotz

Wachstumsmotor war die Modernisierung, unterstützt vom Volumengeschäft. Regional stachen Asien-Pazifik, der Nahe Osten und Afrika heraus, im Nahen Osten fiel das Plus besonders deutlich aus. Service- und Modernisierungsmärkte wuchsen in allen Regionen.

Das Neubaugeschäft zeigt dagegen ein gemischtes Bild. Der Weltmarkt schrumpfte im Quartal leicht, in China bleibt die Nachfrage schwach, und der Preiswettbewerb dort ist hart. Das belastet laut Unternehmen auch die Profitabilität. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, die den Inflationsdruck erhöhen.

Der Auftragsbestand liegt mit 9,8 Milliarden Euro gut 12 Prozent über dem Vorjahreswert und stützt das künftige Wachstum.

Engere Spanne, gekappte Obergrenze

Kone erwartet für 2026 nun ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 4 bis 6 Prozent, zuvor waren es 3 bis 6 Prozent. Die bereinigte operative Marge soll zwischen 12,5 und 12,9 Prozent liegen. Bislang lag die Spanne bei 12,3 bis 13,0 Prozent.

Die Untergrenze steigt also in beiden Fällen, die Obergrenze der Marge sinkt leicht. Die Anhebung des unteren Endes signalisiert Zuversicht, die gekappte Spitze dürfte Anlegern mit höheren Erwartungen jedoch nicht gereicht haben. Das mittelfristige Margenziel von 13 bis 14 Prozent bekräftigte der Vorstand.

Bei TKE geht es planmäßig voran. Erste behördliche Genehmigungen liegen vor, die Planung für den ersten Integrationstag wird verfeinert. Die Analystenpräsentation beginnt heute um 10:30 Uhr finnischer Zeit und liefert womöglich weitere Details zur Margenentwicklung im Schlussquartal.

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