Krones, Aktie

Krones Aktie: Jefferies senkt Ziel auf 170 Euro

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 14:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Krones erhält gemischte Analystenurteile: Jefferies reduziert Ziel, Warburg bleibt optimistisch. Hoher Auftragsbestand und ambitionierte Ziele prägen den Ausblick.

Krones Aktie: Jefferies senkt Kursziel, Analysten sehen günstige Bewertung
Moderne industrielle Abfüllanlage in einer Fabrik mit präziser Beleuchtung und technischer Ästhetik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Trotz einer Anpassung des Kursziels durch das Analysehaus Jefferies blicken Marktbeobachter zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf beim bayerischen Abfüllanlagen-Hersteller Krones. Im Fokus steht dabei die Erwartung einer beschleunigten operativen Umsetzung in den kommenden Monaten. Die Bewertung des Unternehmens notiert derzeit auf einem Niveau, das Analysten als historisch niedrig einstufen.

Analysten sehen attraktives Bewertungsniveau

Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Krones am Montag von 184 auf 170 Euro gesenkt, hält jedoch an seiner Kaufempfehlung fest. Analyst Constantin Hesse begründete diesen Schritt damit, dass nun vor allem die Umsetzung der bestehenden Aufträge im Vordergrund stehe. Die aktuelle Bewertung der Aktie befinde sich nahe einem Tiefstand, was nach Einschätzung des Experten eine attraktive Einstiegsgelegenheit bieten könnte. Die Auftragslage des Unternehmens spreche zudem deutlich für eine stärkere zweite Jahreshälfte.

Ein noch optimistischeres Bild zeichnet Warburg Research. Die dortigen Analysten bestätigten ihr Kursziel für den im MDax notierten Konzern bei 191 Euro. Damit liegt die Einschätzung deutlich über dem aktuellen Kursniveau und unterstreicht das Vertrauen in die langfristige Wachstumsstrategie des Unternehmens.

Strategische Ziele und operative Entwicklung

Krones verfolgt für das Geschäftsjahr 2026 ambitionierte Finanzziele. Das Management strebt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 3 % und 5 % an. Bei der Profitabilität wird eine EBITDA-Marge in einer Spanne von 10,7 % bis 11,1 % angepeilt. Auch bei der Kapitalverzinsung (ROCE) hat sich der Konzern klare Marken gesetzt: Angestrebt wird ein Wert zwischen 19 % und 20 %. Zum Vergleich: Zuletzt lag der ROCE bei 17,7 %, was den Spielraum für weitere Effizienzsteigerungen verdeutlicht.

Die Basis für diese Prognosen bildet ein solider Auftragsbestand. Bereits im ersten Quartal 2026 konnte Krones einen Auftragseingang von 1.512,1 Millionen Euro verzeichnen, was einer Steigerung von 5,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser hohe Bestand muss nun in den kommenden Quartalen abgearbeitet und in Umsatz umgemünzt werden.

Aktuelle Kursentwicklung und Marktlage

Im heutigen Handel zeigt sich die Aktie freundlich und legt um 1,58 % auf 115,80 Euro zu. Die Marktkapitalisierung des Anlagenbauers beläuft sich damit auf rund 3,52 Milliarden Euro. Mit der jüngsten Erholung konnte sich das Papier wieder etwas von seinen tieferen Notierungen lösen und liegt nun etwa 2,4 % über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage, der aktuell bei 113,13 Euro verläuft.

Obwohl das Papier seit Jahresbeginn noch im Minus notiert, sehen die Analysten durch die solide Auftragslage und die Bestätigung der Margenziele ein Fundament für eine Kurserholung. Die kommenden Monate werden zeigen, wie effizient Krones die vollen Auftragsbücher in die angestrebten Gewinnmargen übersetzen kann, wobei insbesondere die Entwicklung der Lieferketten und die Materialverfügbarkeit entscheidende Faktoren bleiben dürften.

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