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KSB Aktie: Service-Sparte rettet Quartal

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 10:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KSB verzeichnet im zweiten Quartal ein gedÀmpftes EBIT, wÀhrend die Service-Sparte deutlich zulegt. Der Konzern hÀlt an seiner Jahresprognose fest.

KSB-Aktie: ServicegeschÀft kompensiert schwache Chemiesparte im Q2
Moderne industrielle Wartungsanlage mit prĂ€zisen mechanischen Komponenten in einer professionellen, atmosphĂ€rischen Umgebung Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein Krieg zwischen den USA und dem Iran, der seit Februar die Weltwirtschaft durcheinanderwirbelt — und mittendrin ein Pumpenhersteller aus der Pfalz, der trotzdem an seinen Jahreszielen festhĂ€lt. Die KSB-Aktie reagierte am Donnerstag im frĂŒhen Handel mit einem KursrĂŒckgang von rund 2,8 Prozent auf die Quartalszahlen. Der Blick ins Detail zeigt: Es ist weniger ein Einbruch als eine Verschiebung zwischen den GeschĂ€ftsbereichen.

Chemie-GeschÀft bremst, Service brummt

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz leicht auf knapp 760 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel dagegen um gut sechs Prozent auf 58,5 Millionen Euro. Verantwortlich dafĂŒr war vor allem das PumpengeschĂ€ft, das im Absatzmarkt Petrochemie und Chemie deutlich schwĂ€cher abschnitt als im Vorjahr — das Segment-EBIT sackte von 20,4 auf 15,8 Millionen Euro.

GegenlĂ€uft dazu die Service-Sparte KSB SupremeServ. Der Auftragseingang legte dort um 9,6 Prozent auf 272 Millionen Euro zu, das Ergebnis kletterte von 31,9 Millionen Euro im ersten Quartal auf 44,3 Millionen Euro. Auch der Bergbau-Markt lieferte RĂŒckenwind: Die Umsatzerlöse in diesem Bereich wuchsen um knapp 30 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal. Das Armaturen-GeschĂ€ft dagegen schwĂ€chelte, der Auftragseingang sank dort um fast elf Prozent.

Konzernchef Stephan Timmermann machte fĂŒr die angespannte Lage vor allem geopolitische Faktoren verantwortlich: InvestitionszurĂŒckhaltung, Preissteigerungen und Lieferkettenprobleme infolge des im Februar entfachten Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Hinzu kommen Sparprogramme bei wichtigen Kunden in China und Europa. Immerhin: KSB konnte im Berichtszeitraum nennenswerte AuftrĂ€ge fĂŒr die KĂŒhlung von Rechenzentren gewinnen — ein Wachstumsfeld, das dem Konzern in den kommenden Jahren zusĂ€tzliches Volumen bringen könnte.

Prognose bleibt trotz Unsicherheit stehen

FĂŒr das Gesamtjahr rechnet das Management weiterhin mit einem Auftragseingang zwischen 3,1 und 3,5 Milliarden Euro — nach einem Rekordwert von 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Beim Umsatz peilt KSB 2,9 bis 3,2 Milliarden Euro an, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll zwischen 220 und 265 Millionen Euro liegen. Die Spannbreiten lassen sowohl Steigerungen als auch RĂŒckgĂ€nge zu den Vorjahreswerten zu.

Timmermann verwies zudem auf bereits eingeleitete Kostenmaßnahmen, die vor allem in der zweiten JahreshĂ€lfte greifen sollen. Ob das reicht, um die im ersten Quartal noch von einem Einmalertrag aus der Konsolidierung der KSB Pumps Arabia Ltd. gestĂŒtzten Ergebnisse im weiteren Jahresverlauf organisch zu ersetzen, dĂŒrfte sich an der Entwicklung des Chemie- und Petrochemie-GeschĂ€fts entscheiden — genau dort, wo KSB im zweiten Quartal am stĂ€rksten unter Druck geriet.

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