Kyverna Therapeutics Aktie: Starke Einjahresdaten
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 14:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Jahr nach der Behandlung laufen die Effekte von miv-cel offenbar nicht aus â sie halten. Kyverna Therapeutics hat neue Langzeitdaten zu seiner CAR-T-Zelltherapie bei zwei seltenen Autoimmunerkrankungen vorgelegt, und die Ergebnisse untermauern den Anspruch, hier eine völlig neue Behandlungsklasse zu etablieren.
Zwölf Monate Stiff Person Syndrome
In der Registrierungsstudie KYSA-8 erhielten 26 Patienten mit Stiff Person Syndrome (SPS) eine Einzeldosis miv-cel. Beim Gehtest ĂŒber 25 FuĂ zeigte sich nach zwölf Monaten eine mediane Verbesserung von 49 Prozent gegenĂŒber dem Ausgangswert. 95 Prozent der Patienten, die zum Zeitpunkt der PrimĂ€ranalyse ein klinisch relevantes Ansprechen erreicht hatten, hielten diesen Effekt bis zum Ende des Beobachtungszeitraums.
Bemerkenswert ist der Anteil der Patienten, die zuvor auf Gehhilfen angewiesen waren: Von zwölf Betroffenen kommen inzwischen 67 Prozent ohne UnterstĂŒtzung aus. 92 Prozent der Teilnehmer benötigen keine chronischen Immuntherapien mehr. FĂŒr SPS gibt es bislang keine zugelassene Behandlung â ein Punkt, der die Bedeutung dieser Zahlen erhöht.
Sicherheitsseitig blieb das Bild ĂŒber den gesamten Beobachtungszeitraum stabil: keine hochgradigen FĂ€lle von Zytokin-Freisetzungssyndrom, keine NeurotoxizitĂ€t, keine FĂ€lle des seltenen IEC-HS-Syndroms.
Kyverna will diese Einjahresdaten in die laufende, rollierende Zulassungseinreichung (BLA) integrieren, die fĂŒr das vierte Quartal 2026 avisiert ist. Der vollstĂ€ndige Datensatz soll Ende Oktober auf dem gemeinsamen ACTRIMS-ECTRIMS-Kongress in Toronto prĂ€sentiert werden.
Myasthenia Gravis: Effekte halten bis zu 1,5 Jahre
Parallel dazu zeigt die Phase-2-Kohorte der KYSA-6-Studie bei generalisierter Myasthenia Gravis (gMG) anhaltende Wirkung. Alle sieben behandelten Patienten erreichten nach 24 Wochen ein klinisch bedeutsames Ansprechen bei den beiden koprimĂ€ren Endpunkten. FĂŒnf von ihnen halten die Verbesserung inzwischen seit einem Jahr oder lĂ€nger.
Sechs der sieben Patienten kommen mittlerweile ganz ohne Immunsuppressiva aus. Bei 57 Prozent besteht praktisch keine Symptomlast mehr. Auch hier blieb das Sicherheitsprofil unauffĂ€llig â ohne schwere Nebenwirkungen.
Die laufende Phase-3-Studie zu gMG mit rund 60 Patienten soll die Einschreibung bis Mitte 2027 abschlieĂen. Weitere Detaildaten zur Phase-2-Kohorte prĂ€sentiert das Unternehmen am 29. September auf der Jahrestagung der American Association of Neuromuscular & Electrodiagnostic Medicine in Orlando.
FĂŒr Kyverna zĂ€hlt jeder Datenpunkt doppelt: Die Firma konkurriert um die Position, als erstes Unternehmen ĂŒberhaupt eine CAR-T-Zelltherapie fĂŒr eine Autoimmunerkrankung zur Zulassung zu bringen. Mit der geplanten BLA-Einreichung fĂŒr SPS im vierten Quartal 2026 rĂŒckt dieser Meilenstein nĂ€her.
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