Larvotto, Aktie

Larvotto Aktie: Produktionsstart wird von Analysten-Kritik überschattet

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 10:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Larvotto nimmt die Konzentratproduktion in Hillgrove auf, doch ein Analystenkommentar belastet die Aktie und drückt sie unter den 50-Tage-Durchschnitt.

Larvotto-Aktie fällt trotz Produktionsstart der Hillgrove-Mine
Moderne Bergbauanlage mit schwerem Gerät in einer weitläufigen Landschaft bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Ein kritischer Analystenkommentar sorgt bei den Aktionären von Larvotto für spürbare Verunsicherung: Am heutigen Mittwoch verliert die Aktie 7,0 Prozent an Wert und fällt auf 0,6970 Euro.

Damit gerät das Papier unmittelbar nach einem wichtigen Meilenstein in eine Gegenbewegung. Denn operativ hatte das Unternehmen erst zu Beginn der Woche den lang erwarteten Produktionsstart gemeldet.

Produktionsstart in der Hillgrove-Mine

Am Montag meldete Larvotto Resources die erfolgreiche erste Produktion von Antimon- und Goldkonzentrat in der konzerneigenen Aufbereitungsanlage der Hillgrove-Mine im australischen Bundesstaat New South Wales.

Dem ging eine umfassende Überarbeitung der Anlagen voraus.

Abnahmeverträge und operative Perspektive

Für die Vermarktung der künftigen Fördermengen bestehen bereits feste vertragliche Vereinbarungen. Das Hillgrove-Projekt soll über eine anfängliche Minenlaufzeit von acht Jahren jährlich durchschnittlich rund 4.900 Tonnen Antimon sowie etwa 40.500 Unzen Gold produzieren.

Vor dem Produktionsstart schloss das Unternehmen langfristige Abnahmeverträge ab: Eine Vereinbarung sichert Wogen Resources für sieben Jahre exklusiv das weltweite Antimonkonzentrat. Ein weiterer Siebenjahresvertrag mit Glencore International AG regelt die Abnahme von jährlich rund 15.000 Trockenmetrtonnen Goldkonzentrat. Diese Bindungen sollen die Absatzrisiken der Mine im laufenden Betrieb erheblich senken.

Geologische Basis und Kursreaktion

Flankiert wird der Betriebsstart von Bohrprogrammen zur Ressourcenerweiterung. Diamantbohrungen auf der Lagerstätte Clarks Gully durchschnitten mineralisierte Zonen.

Der heutige Kursrutsch drückt den Titel mit 0,6970 Euro auch unter den 50-Tage-Durchschnitt von 0,7254 Euro. Ob die Bewertungsdebatte des gestrigen Tages die operative Entwicklung an der Mine längerfristig überschattet, hängt nun vor allem vom reibungslosen Hochlauf der Konzentratlieferungen an die beiden Abnahmepartner ab.

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