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LEG Immobilien Aktie: Investitionen drücken Gewinn

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 09:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wohnkonzern LEG meldet sinkenden FFO wegen höherer Investitionen, während Mieteinnahmen und EBITDA wachsen. Jahresprognose bleibt unverändert.

LEG Immobilien: Modernisierungsausgaben schmälern Halbjahresgewinn
Moderne Wohnimmobilien in der Abendsonne, die eine professionelle Immobilienatmosphäre vermitteln. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Beim Düsseldorfer Wohnimmobilienkonzern LEG Immobilien klaffen operativer Gewinn und operative Substanz im ersten Halbjahr auseinander. Während der bereinigte Funds from Operations kräftig zurückging, wuchsen Mieteinnahmen und bereinigtes EBITDA spürbar. Der Vorstand erklärt den Rückgang mit einer bewussten Strategie — und hält am Jahresziel fest.

Mehr Modernisierung, weniger Cashflow

Der adjustierte FFO (AFFO) fiel im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 110,5 Millionen Euro, je Aktie sank er von 1,70 auf 1,46 Euro. Der reguläre FFO I gab um 4,4 Prozent auf 230,5 Millionen Euro nach, FFO II um 4 Prozent auf 229,5 Millionen Euro. Grund ist laut Unternehmen der bewusste Ausbau der Investitionen in Modernisierung und Instandhaltung, die im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um rund 17,6 Millionen Euro beziehungsweise 10 Prozent zulegten — ein Muster, das sich bereits im ersten Quartal abzeichnete.

Auf operativer Ebene zeigt sich das Bild deutlich robuster. Das bereinigte EBITDA stieg um 2,3 Prozent auf 368,1 Millionen Euro, die Nettokaltmiete kletterte um 3,4 Prozent auf 473,4 Millionen Euro. Auch der Substanzwert legte zu: Der EPRA NTA erreichte 10,508 Milliarden Euro oder 139,04 Euro je Aktie, ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zweites Halbjahr soll stärker werden

Am Ausblick für das Gesamtjahr rüttelt der Rückgang nicht. LEG erwartet weiterhin einen bereinigten FFO zwischen 220 und 240 Millionen Euro. Das Management begründet die erwartete Erholung in der zweiten Jahreshälfte mit zwei Effekten: geringeren Investitionen im Vergleich zum ersten Halbjahr sowie höheren Fördermitteln, die im weiteren Jahresverlauf fließen sollen.

Beim Mietwachstum peilt der Konzern unverändert 3,8 bis 4,0 Prozent an. Der Verschuldungsgrad LTV soll von 46,8 Prozent im Jahr 2025 auf 45 Prozent sinken. Am Montag schloss die Aktie 2,4 Prozent höher bei 53,30 Euro auf Xetra — ein Signal, dass der Markt den geplanten Investitionsschub bereits eingepreist hatte, bevor die Zahlen heute offiziell vorlagen.

Damit hängt die zweite Jahreshälfte maßgeblich davon ab, ob die angekündigten Fördermittel tatsächlich in der erwarteten Höhe fließen und die Investitionstätigkeit wie geplant abflacht.

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