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Lockheed Aktie: 500-Kilowatt-Laser besteht Golden-Dome-Test

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 16:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rüstungskonzern meldet erfolgreichen 500-kW-Laser-Test, Rekordauftragsbestand und hebt Jahresprognose an.

Lockheed Martin: Laserwaffen-Test und Rekordaufträge treiben Aktie
Abstraktes, atmosphärisches Bild einer hochenergetischen Lasertechnologie in einer industriellen Testumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Lockheed Martin hat einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung hochenergetischer Abwehrsysteme erreicht. Wie CEO Jim Taiclet im Rahmen der jüngsten Ergebnisse bekannt gab, hat eine neue Laserwaffe mit einer Leistung von 500 Kilowatt den ersten Testlauf im Rahmen des sogenannten „Golden Dome“-Raketenabwehrprogramms erfolgreich bestanden. Das System war in der Lage, simulierte Bedrohungen präzise zu erfassen und zu zerstören. Nur wenige Wochen nach diesem Härtetest sicherte sich der Rüstungskonzern einen entsprechenden Vertrag mit dem Pentagon für die Bereitstellung des containerbasierten Lasersystems.

Laserwaffe besteht Härtetest

Die technologische Offensive des Konzerns beschränkt sich nicht nur auf bodengestützte Systeme. Im Rahmen der „Golden Dome“-Initiative wurde das Unternehmen zudem von der Space Force ausgewählt, um Prototypen für weltraumgestützte Abfangjäger zu entwickeln. Eine entsprechende Demonstration dieser Technologie ist für das Jahr 2028 geplant. Diese Entwicklungen unterstreichen die Strategie von Lockheed Martin, verstärkt in Rapid Prototyping und Automatisierung zu investieren, um technologische Vorsprünge schneller in einsatzbereite Systeme zu überführen.

Parallel dazu treibt das Unternehmen seine internationale Präsenz voran. In Europa wurde eine Absichtserklärung mit Rheinmetall unterzeichnet, um das Artillerieraketensystem ATACMS ab 2027 gemeinsam zu produzieren. Zudem steht der Konzern vor der Übernahme von Ultra Maritime für einen Betrag von 3,45 Milliarden US-Dollar, wodurch die Kompetenzen im Bereich der Unterwasser-Sensorik deutlich erweitert werden sollen.

Kooperation mit L3Harris verdreifacht Kapazitäten

Um der weltweit steigenden Nachfrage nach Raketenabwehrsystemen gerecht zu werden, hat Lockheed Martin am Montag eine weitreichende Vereinbarung mit L3Harris und dem US-Verteidigungsministerium getroffen. Der auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag sieht eine massive Ausweitung der Produktionskapazitäten für Antriebssysteme vor. Ziel ist es, die jährliche Produktion der PAC-3 MSE-Flugkörper von derzeit rund 600 auf künftig etwa 2.000 Einheiten nahezu zu verdreifachen.

Noch deutlicher fällt die Steigerung beim System THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) aus. Hier planen die Partner eine Vervierfachung der Produktion von bisher 96 auf 400 Einheiten pro Jahr. L3Harris investiert hierfür Milliardenbeträge in den Ausbau von rund 60 Standorten. Diese Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf die geplanten Budgeterhöhungen der NATO-Staaten und den US-Haushaltsentwurf für 2027, der Verteidigungsausgaben in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar vorsieht.

Rekordzahlen und angehobene Jahresziele

Die operative Stärke spiegelte sich am heutigen Mittwoch auch in der Zwischenbilanz wider. Der Konzern meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 20,1 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag mit 7,94 US-Dollar deutlich über den Markterwartungen von 7,22 US-Dollar. Besonders hervorzuheben ist der Rekordauftragsbestand, der auf 230,4 Milliarden US-Dollar angestiegen ist.

Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung hob das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Der erwartete Umsatz soll nun zwischen 79,75 Milliarden und 81,75 Milliarden US-Dollar liegen. Beim Gewinn je Aktie stellt das Unternehmen eine Spanne von 29,95 bis 30,65 US-Dollar in Aussicht. Analysten von Citi reagierten bereits mit einer Hochstufung der Aktie auf „Buy“, während der allgemeine Konsens der Analysten derzeit noch auf „Hold“ verharrt.

Im heutigen Handel notiert das Papier bei 504,60 Euro, was einem Rückgang von 1,14 Prozent entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Schwankung, die Marktbeobachter unter anderem auf Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rallye zurückführen, weist der Wert seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 21,37 Prozent auf. Dennoch verbleibt ein Abstand von rund 18 Prozent zum 52-Wochen-Hoch, das im März bei 616,00 Euro markiert wurde. Die Dividende für das dritte Quartal in Höhe von 3,45 US-Dollar soll am 25. September an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

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