Lockheed Martin Aktie: Neuer F-35-Auftrag
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 00:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das US-Verteidigungsministerium hat Lockheed Martin einen weiteren Großauftrag zugeschanzt. Für Supportausrüstung und Sustainment-Leistungen rund um den F-35 Lightning II erhöht sich das Auftragsvolumen um 871.243.964 Dollar. Kein Einzelfall, sondern Teil eines Musters: Die Aufträge für das Kampfjet-Programm reißen nicht ab.
Die Modifikation betrifft den Aufbau und die Aktivierung von F-35-Standorten, sowohl an Land als auch auf See. Profitieren sollen Luftwaffe, Marineinfanterie und Navy der USA, dazu internationale Partnerstaaten über das Foreign-Military-Sales-Programm.
Den Großteil der Arbeiten übernimmt der Standort El Segundo in Kalifornien, den Rest Fort Worth in Texas. Die Fertigstellung ist für Februar 2031 angesetzt, Geld fließt erst mit den einzelnen Bestellungen.
Parallel dazu hat Lockheed Martin Space eine kleinere, aber strategisch bedeutsame Modifikation für das TRIDENT-II-Programm erhalten. Der Auftrag über 76.562.774 Dollar betrifft die Weiterentwicklung der D5-Rakete im Rahmen der "Life Extension 2"-Phase, überwiegend abgewickelt in Denver. Die Mittel stammen aus dem Fiskaljahr-2026-Budget der Navy für Waffenbeschaffung und sind bereits fest zugewiesen.
Rüstungsschub bei Raketen
Ergänzend zu den F-35- und Trident-Aufträgen hat das Verteidigungsministerium diese Woche eine Rahmenvereinbarung zur Ausweitung der Produktionskapazitäten für die AIM-260-Luft-Luft-Rakete angekündigt.
Die "Joint Advanced Tactical Missile" gilt als Nachfolgesystem der nächsten Generation und soll künftig in größeren Stückzahlen gefertigt werden. Die Vereinbarung soll der Lieferkette langfristige Planungssicherheit geben, damit Lockheed Martin und Zulieferer in Fertigungskapazitäten und Personal investieren können.
Das Verteidigungsministerium spricht von einem Baustein der "Acquisition Transformation Strategy" und bereitet damit den Rahmen für künftige Mehrjahresbeschaffungen des Systems vor. Für Lockheed Martin bedeutet das eine weitere Verlängerung der Sichtbarkeit im Rüstungsgeschäft – ein Faktor, der bei einem Konzern mit derart langen Produktionszyklen erheblich zur Planungssicherheit beiträgt.
Die Summe der aktuellen Meldungen zeigt vor allem eines: Das Auftragsbuch von Lockheed Martin bleibt über mehrere Geschäftsbereiche hinweg gut gefüllt – von Kampfjets über strategische Waffensysteme bis hin zu Luft-Luft-Raketen. Wann die Rahmenvereinbarung zur AIM-260-Produktion in konkrete Bestellungen mündet, bleibt zunächst offen.
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