Lufthansa Aktie: Starlink-Premiere am 19. August
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 11:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Lufthansa hat eine wichtige Hürde im laufenden Tarifkonflikt mit ihrem Flugpersonal genommen. Wie am Dienstag bekannt wurde, haben sich die Fluggesellschaft und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit auf ein Schlichtungsverfahren für offene Tariffragen geeinigt. Damit sind drohende Streiks der Piloten vorerst abgewendet, was der Fluggesellschaft in einer operativ angespannten Phase eine stabilere Planung ermöglicht.
Tarif-Einigung bringt operative Entspannung
Die Entscheidung für eine Schlichtung markiert einen wichtigen Punkt in den Verhandlungen. Während das Kerngeschäft durch diese Einigung stabilisiert wird, musste der Konzern an anderer Stelle zuletzt Belastungen hinnehmen. Medienberichten zufolge beeinträchtigt ein seit dem 4. August laufender Streik des Bodenverkehrsdienstes am Flughafen Barcelona den Flugbetrieb der Lufthansa Group. Von dem Arbeitskampf in Spanien sind rund 1.200 Mitarbeiter betroffen, was direkte Auswirkungen auf die Verbindungen der Airline hat.
Starlink-Partnerschaft als neuer Service-Standard
Trotz der personellen und operativen Herausforderungen investiert das Unternehmen weiter in die Modernisierung des Kundenerlebnisses. Am Montag kündigte die Lufthansa Group den Start von Starlink-Highspeed-Internet an Bord an. Das System soll am 19. August auf dem Flugzeugtyp Airbus A320neo Premiere feiern. Für Mitglieder des Vielfliegerprogramms Miles & More wird der Zugang kostenlos zur Verfügung stehen. Das Unternehmen plant, die Technologie bis zum Jahr 2029 auf die gesamte Flotte der Gruppe auszurollen.
Finanzielle Ziele nach schwierigem Quartal korrigiert
Die strategischen Investitionen erfolgen vor dem Hintergrund einer erst kürzlich angepassten Finanzprognose. Anfang August senkte der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Das bereinigte EBIT wird nun in einer Spanne von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro erwartet. Im zweiten Quartal war das bereinigte operative Ergebnis um mehr als die Hälfte auf 383 Millionen Euro eingebrochen.
Die reduzierten Ziele machen deutlich, wie sehr die Kerosinvolatilität und die Auswirkungen vergangener Arbeitskämpfe die Bilanz belasten. Auch das kurzfristige Buchungsverhalten der Kunden zwingt das Management zu einer vorsichtigeren Planung bei der Kapazitätssteuerung. Statt des ursprünglich geplanten Wachstums rechnet der Konzern für das laufende Jahr nun mit einer stagnierenden Kapazität.
Analysten senken Kursziele für die Lufthansa-Aktie
Analysten reagierten am 5. August mit Kurszielsenkungen auf die Geschäftsentwicklung. Die DZ Bank taxiert den fairen Wert für das Papier nun auf 8,60 Euro, während Bernstein ein Ziel von 9,00 Euro ausgab. Beide Häuser passten ihre Erwartungen damit an die gesenkte Gewinnprognose des Konzerns an.
Mit einem aktuellen Kurs von 8,24 Euro verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn ein Minus von 2,0 Prozent. Damit notiert das Papier etwa 2,5 Prozent unter seinem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, was die derzeitige Schwächephase im mittelfristigen Trend unterstreicht.
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