LVMH, Aktie

LVMH Aktie: Asien bremst, USA trägt

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 00:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

LVMH erzielte im dritten Quartal organisch ein Prozent Umsatzplus; schwache Nachfrage in China überwog Zuwächse in den USA, Europa und Japan.

Architectural CGI render of a sweeping curved glass and titanium luxury art foundation building
LVMH FR0000121014 architektonisches Render eines modernen Glasmuseums mit geschwungener Fassade und abstrakten Skulpturen Illustration mit AI erstellt.

Starke Zahlen aus den USA, Europa und Japan reichen LVMH nicht aus, um die Schwäche in China zu kaschieren. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz organisch nur um ein Prozent und verfehlte damit die durchschnittlichen Analystenerwartungen. Nach Börsenschluss in Paris gab die Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als zwei Prozent nach.

China-Boykott belastet Louis Vuitton

Die Mode- und Ledersparte, größte Einheit des Konzerns, setzte im Quartal auf vergleichbarer Basis fünf Prozent weniger um. Viele chinesische Kunden hatten die Marke Louis Vuitton im Juli und August boykottiert. Auslöser war ein gewonnener Markenrechtsstreit gegen den heimischen Teehersteller Molly Tea, den manche als unfair empfanden.

Hinzu kam eine einmalige Störung in Logistik und Transport bei Louis Vuitton. Sie kostete laut Management mehr als einen Prozentpunkt Wachstum. In Asien ohne Japan sank der Umsatz im dritten Quartal um fünf Prozent, nach Zuwächsen in den beiden Quartalen davor. Finanzchefin Cécile Cabanis sprach von einem eher makroökonomisch geprägten, schwierigen Umfeld bei chinesischen Kunden.

Konzernweit stieg der Erlös um gut ein Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Über neun Monate liegt das organische Plus bei zwei Prozent. Berichtet sank der Umsatz jedoch um zwei Prozent auf 57,1 Milliarden Euro, belastet von Wechselkursen und Verkäufen wie DFS und Marc Jacobs.

Schmuck und Sephora halten dagegen

Die Regionen verlaufen unterschiedlich. In den USA wuchs der Umsatz im Quartal um fünf Prozent, in Europa um vier und in Japan um sechs Prozent.

Auch bei den Sparten gibt es Lichtblicke. Uhren und Schmuck legten über neun Monate organisch um acht Prozent zu, getragen von Bulgari und Tiffany. Der Einzelhandel mit Sephora wuchs um sechs Prozent, Wein und Spirituosen um fünf Prozent. Parfums und Kosmetik blieben stabil.

Preissenkungen schließt das Management aus. Es setzt auf Begehrlichkeit der Marken, selbst wenn das kurzfristig Marge kostet. Für China erwartet der Konzern vorerst keine Besserung, nennt aber keinen Zeitpunkt für eine Erholung. Währungsgegenwind soll im zweiten Halbjahr bei rund 70 Basispunkten bleiben und 2027 nachlassen.

Für die Aktie bleibt die Lage heikel. Sie hat in diesem Jahr bereits mehr als 40 Prozent verloren, stärker als jeder andere große Luxuskonzern. Das laufende Aktienrückkaufprogramm lag nach neun Monaten bei 2,3 Milliarden Euro.

Anzeige

LVMH-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue LVMH-Analyse vom 13. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten LVMH-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für LVMH-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

LVMH: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | FR0000121014 | LVMH | boerse | 70306635 |