Macom, Aktie

Macom Aktie: Erholung nach Ausverkauf

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 01:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Raymond James und BMO erhöhen ihre Bewertungen; starke Quartalszahlen und Rekordaufträge stützen die Wachstumsperspektive.
Abstrakte Darstellung einer modernen Glasfassade bei Sonnenaufgang als Symbol für eine wirtschaftliche Erholung. Illustration mit AI erstellt.

Erst der Absturz um 30 Prozent im Oktober, dann die Gegenbewegung: Die Macom-Aktie hat sich zuletzt kräftig erholt. Zuletzt schloss sie bei 255,68 Dollar, ein Plus von knapp fünf Prozent an einem Tag. Zwei Analysten sehen in dem Rückschlag eine Einstiegschance.

Raymond James und BMO drehen ins Positive

Raymond James hob Macom von "Market Perform" auf "Outperform" und setzte das Kursziel auf 300 Dollar. Analystin Melissa Fairbanks argumentiert, die breite Rotation aus KI-Werten sei nur teilweise gerechtfertigt. Die Nachfrage im Rechenzentrumsgeschäft ziehe rasant an.

Der Blick der Bank reicht über Datacenter hinaus. Macom hat Zugang zu Raumfahrt, Verteidigung und Kommunikation, mehreren Märkten also mit strukturellem Wachstum. Für das Geschäftsjahr 2027 kalkuliert Raymond James mit rund 40 Prozent Umsatzplus und einem Gewinnsprung von mehr als 60 Prozent. Die schlanke Kostenstruktur soll den Hebel auf Ergebnis und Cashflow verstärken.

BMO Capital Markets stufte den Titel ebenfalls auf "Outperform" hoch, mit einem Kursziel von 335 Dollar. Die Bewertung sei nach dem Rückgang seit dem Mai-Hoch attraktiver geworden, da die Forward-Multiplikatoren gesunken seien. Jefferies wiederum nennt Macom einen wichtigen Profiteur des Übergangs auf 1,6-Terabit-Technik im Rechenzentrum.

Fundamentaldaten stützen die These

Zuletzt lieferte das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal bereits Zahlen über den Erwartungen. Der Umsatz lag bei 342,2 Millionen Dollar, 35,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 1,40 Dollar, erwartet waren 1,35 Dollar. Rekordaufträge stützen den Ausblick.

Die Aktie notiert trotz der Erholung weiter deutlich unter ihrem Höchststand von 418,90 Dollar. Auf Jahressicht liegt sie dennoch rund 73 Prozent im Plus. Ein Bewertungsmodell stuft sie gleichwohl als überbewertet gegenüber dem fairen Wert ein, das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 0,18 spricht dagegen für ein günstiges Wachstumsprofil.

Finanzchef verkauft planmäßig

Am Rande sorgte ein Insiderverkauf für Aufmerksamkeit. Finanzchef John Kober veräußerte am 26. Oktober 1.027 Aktien zu je 236,60 Dollar, zusammen rund 243.000 Dollar.

Der Verkauf lief über einen Handelsplan nach Rule 10b5-1, den er bereits im August 2025 aufgesetzt hatte. Ein spontanes Signal ist das also nicht. Kober hält direkt weiterhin 34.405 Aktien.

Der nächste Test steht mit den Zahlen zum September-Quartal an. Sie müssen die hohen Erwartungen an das 40-Prozent-Wachstum untermauern, auf denen die neuen Kursziele zwischen 300 und 335 Dollar beruhen.

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