Madison Air Solutions: ebm-papst-Integration zur Jahreswende
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 08:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Dienstag präsentierte sich die Unternehmensführung von Madison Air Solutions auf der Laguna-Konferenz von Morgan Stanley den Investoren. CEO Jill Wyant und CFO JJ Foley erläuterten dabei die strategischen Schritte für die kommenden Monate. Im Mittelpunkt standen die geplante Integration des Spezialisten ebm-papst sowie der vorgesehene Abbau der damit verbundenen Verbindlichkeiten.
An den Märkten sorgten die umfangreichen Kapitalmaßnahmen zuletzt für Bewegung. Gestern beendete das Papier den Handel bei 20,65 Euro. Damit notiert der Titel 3,4 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.
Nach den weitreichenden Finanzierungsankündigungen der vergangenen Wochen richtet sich das Augenmerk der Anleger nun verstärkt auf die operative Umsetzung des Zukaufs und die mittelfristigen Margenpotenziale.
Milliardenübernahme von ebm-papst vor dem Vollzug
Vor rund einem Monat vereinbarte Madison Air Solutions die Übernahme von ebm-papst zu einem Unternehmenswert von $5,4 Milliarden, der sich nach Berücksichtigung künftiger Steuerersparnisse auf netto $5,0 Milliarden beläuft. Das Zielunternehmen zählt weltweit mehr als 250 Millionen installierte Industrieventilatoren zu seiner installierten Basis.
Für das Jahr 2026 wird für ebm-papst ein Umsatz von rund $2,8 Milliarden sowie ein bereinigtes EBITDA von etwa $343 Millionen erwartet. Bis zum Ende des dritten Jahres nach dem Zusammenschluss peilt Madison Air jährliche Kostensynergien bei der Run-Rate von $160 Millionen an.
Der Vollzug der Akquisition ist für den Zeitraum um den Jahreswechsel vorgesehen. Das Vorhaben steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen und der Erfüllung der üblichen Abschlussbedingungen.
Verschuldung soll binnen zwei Jahren sinken
Zur Begleichung des Kaufpreises setzt Madison Air Solutions neben den Mitteln aus der Eigenkapitalerhöhung auf rund $2,8 Milliarden an Fremdkapital und Barmitteln. Bei Vollzug rechnet das Management mit einem Pro-forma-Nettoverschuldungsgrad von etwa 3,7x bereinigtem EBITDA vor Einrechnung von Synergien. Innerhalb von zwei Jahren nach dem Abschluss soll die Kennziffer auf rollierender Zwölfmonatsbasis auf unter 2,5x zurückgeführt werden.
Als Stütze für den anstehenden Schuldenabbau dient das operative Stammgeschäft.
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