Mattel, Aktie

Mattel Aktie: Umsatzplus, Gewinnminus

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 22:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mattel verzeichnet im zweiten Quartal ein deutliches Umsatzplus, rutscht aber wegen gestiegener Kosten in die Verlustzone. Die Prognose bleibt unverändert.

Mattel-Aktie: Umsatzwachstum im Q2, aber Nettoverlust trotz Barbie-Boom
Abstrakte Darstellung einer modernen Spielzeugproduktion mit Fokus auf Design und industrielle Ästhetik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mehr Umsatz, weniger Gewinn — bei Mattel klafft im zweiten Quartal beides deutlich auseinander. Der Barbie-Hersteller verkaufte spürbar mehr Spielzeug als im Vorjahr, verdiente damit aber kaum noch etwas. Kein Wunder, dass die Reaktion an der Wall Street gemischt ausfällt.

Umsatz übertrifft Erwartungen, Gewinn bricht ein

Der Nettoumsatz kletterte auf 1,125 Milliarden Dollar, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und mehr als von Analysten erwartet. Unter dem Strich blieb davon jedoch wenig übrig: Mattel schrieb einen Nettoverlust von 18 Millionen Dollar, nach einem Gewinn von 53 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel auf 1 Cent — Analysten hatten mit 4 Cent gerechnet.

Die Bruttomarge sackte von 50,9 auf 48,2 Prozent ab. Höhere Zollkosten, Inflation und gestiegene Lizenzgebühren drückten auf die Profitabilität, teilweise abgefedert durch Einsparungen aus dem laufenden Sparprogramm und den Beitrag der chinesischen Mobile-Gaming-Tochter Mattel163. Zusätzlich belastete ein Anstieg der Werbeausgaben um 11 Prozent das operative Ergebnis.

Masters of the Universe liefert gemischte Signale

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand die Frage, ob sich Mattels Wette auf Entertainment-getriebenes Wachstum auszahlt. Der Kinostart von "Masters of the Universe" Anfang Juni sollte die Spielzeugverkäufe ankurbeln — ein Effekt, den das Management als positiv beschreibt, den Goldman Sachs allerdings skeptisch sieht. Die Bank hatte die Aktie bereits im Juli mit einem Kursziel von 12 Dollar auf "Verkaufen" gesetzt und verwies auf schwache Resonanz bei jüngsten Content-Veröffentlichungen.

Das Analystenbild bleibt entsprechend uneinheitlich. Während Odeon Capital erst kürzlich mit einer Kaufempfehlung startete und Citi bei "Halten" verblieb, sieht Goldman deutliches Abwärtsrisiko. Als nächster Prüfstein für die Entertainment-Strategie gilt "Toy Story 5", das in den kommenden Monaten in die Kinos kommt.

Rückkaufprogramm läuft weiter

Trotz der Gewinnschwäche hält Mattel an seinen Kapitalrückführungen fest. Im zweiten Quartal kaufte der Konzern Aktien im Wert von 100 Millionen Dollar zurück, womit sich das Volumen seit Jahresbeginn auf 300 Millionen Dollar summiert. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen sein Ziel von 400 Millionen Dollar an Rückkäufen.

An der Jahresprognose änderte Mattel nichts: Der Vorstand rechnet weiterhin mit einem bereinigten Gewinn zwischen 1,27 und 1,39 Dollar je Aktie sowie einem Umsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent. Ob die zweite Jahreshälfte den erhofften Schub durch die Kinostarts liefert, dürfte sich erst in den kommenden Quartalsberichten zeigen.

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