Max Automation Aktie: Kursziel sinkt trotz Ergebnisplus
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 09:26 Uhr | Redaktion boerse-global.deBessere Zahlen, schwĂ€chere Aussichten â bei Max Automation passt das operative Bild nicht zum Auftragseingang. Das Analysehaus NuWays reagiert mit einem gesenkten Kursziel, hĂ€lt aber an seiner Kaufempfehlung fest.
Im zweiten Quartal erreichte der Umsatz 84,0 Millionen Euro und lag damit ĂŒber der Erwartung von 80,7 Millionen Euro, obwohl er im Jahresvergleich leicht um 1,1 Prozent sank. Tochtergesellschaft bdtronic trieb das Ergebnis mit einem Zuwachs von 26,3 Prozent an, wĂ€hrend Vecoplan mit einem Minus von 11,7 Prozent deutlich weniger stark einbrach als prognostiziert. NSM und JĂŒcker hielten das Niveau, ELWEMA schwĂ€chelte etwas stĂ€rker als erwartet.
Auch auf der Ertragsseite lief es besser als kalkuliert. Das EBITDA stieg um 4,7 Prozent auf 4,0 Millionen Euro, die Marge kletterte auf 4,8 Prozent. Bemerkenswert: Alle fĂŒnf konsolidierten Beteiligungen lieferten positive BeitrĂ€ge â ein Effekt der Kostensenkungen und des Abbaus von ĂberkapazitĂ€ten der vergangenen Monate. bdtronic drehte von einem Verlust ins Plus, AIM Micro verdreifachte seinen Beitrag.
Auftragseingang bricht deutlich ein
Der Auftragseingang fiel um 31 Prozent auf 68,7 Millionen Euro. Verantwortlich dafĂŒr sind ein niedriger Investitionszyklus in der Industrie und ZurĂŒckhaltung der Kunden im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. Besonders betroffen waren ELWEMA mit einem RĂŒckgang von 69,6 Prozent sowie NSM und JĂŒcker mit minus 52,4 Prozent. Das Book-to-Bill-VerhĂ€ltnis rutschte auf 0,82 â ein Jahr zuvor lag es noch bei 1,17. Der Auftragsbestand schrumpfte entsprechend um 6,5 Prozent auf 144 Millionen Euro.
Die Bilanz zeigt sich davon bislang unbeeindruckt: Die Eigenkapitalquote blieb trotz einer gestiegenen Nettoverschuldung stabil bei 54,3 Prozent. Der operative Cashflow rutschte allerdings ins Negative, belastet durch höheres Working Capital.
Guidance rutscht ans untere Ende
FĂŒr das Gesamtjahr bestĂ€tigt das Unternehmen seine Spanne von 320 bis 370 Millionen Euro Umsatz und 12 bis 18 Millionen Euro EBITDA â allerdings mit Tendenz zum unteren Rand. Neben dem schwachen Investitionszyklus in der Autoindustrie belastet die anhaltende NachfrageschwĂ€che in der Abfall- und Holzverarbeitung, verstĂ€rkt durch die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt.
NuWays passt seine SchĂ€tzungen entsprechend an: Der Umsatz fĂŒr 2026 wird nun bei 321,8 Millionen Euro statt zuvor 336 Millionen Euro gesehen, das EBITDA soll um 17,3 Prozent statt der bislang erwarteten 9,6 Prozent zurĂŒckgehen. Die Kaufempfehlung bleibt bestehen, das Kursziel sinkt jedoch von 7,00 auf 6,00 Euro je Aktie, basierend auf einem DCF-Modell.
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