McDonalds, Aktie

McDonald's Aktie: 8,5 Milliarden fĂŒr Franchise-Umbauten

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 11:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

McDonald’s will Franchisenehmer ĂŒber zehn Jahre mit 8,5 Milliarden US-Dollar unterstĂŒtzen; KI, neue Speisen und Modernisierungen sollen die Restaurants verĂ€ndern.

Modernes Fast-Food-Restaurant mit Self-Order-Kiosks an der Wand, lĂ€chelnde GĂ€ste an weißen Tischen, Mitarbeiter an der Theke, warmes Ambientlicht, große Fensterfront zur Stadtstraße, kein Branding
McDonald's modernes Restaurant US5801351017 zeigt Self-Order-Kiosks mit freundlichen GĂ€sten im hellen Innenraum Illustration mit AI erstellt.

McDonald’s reagiert auf stagnierende GĂ€stezahlen und hohe Kosten mit einem umfassenden Umbauprogramm. Über die nĂ€chsten zehn Jahre plant der Konzern Hilfen von 8,5 Milliarden US-Dollar fĂŒr seine Franchisenehmer. Das Geld soll vor allem in neue Technik und verĂ€nderte Restaurantkonzepte fließen. Gestern schloss die Aktie an der Börse bei 209,30 Euro. Seit Jahresanfang belĂ€uft sich das Minus damit auf 20 Prozent.

Automatisierung und verÀnderte Speisekarten

Im Zentrum der Neuausrichtung steht die Digitalisierung der KĂŒchen und Drive-in-Schalter. Gemeinsam mit Google fĂŒhrt das Unternehmen das KI-System ArchIQ ein. Der Sprachassistent Archy wickelt Bestellungen auf Englisch und Spanisch ab. Laut Finanzchef Ian Borden lassen sich dadurch mindestens 50 Arbeitsstunden pro Woche und Restaurant einsparen. Ein Abbau von Personal sei damit aber ausdrĂŒcklich nicht geplant.

Parallel dazu passt die Kette ihr Angebot an verĂ€nderte ErnĂ€hrungsgewohnheiten an. Nach Angaben von Skye Anderson, der PrĂ€sidentin von McDonald’s USA, nutzen rund 30 Millionen Amerikaner GLP-1-PrĂ€parate. Das Management setzt daher verstĂ€rkt auf proteinreichere Produkte. Dazu zĂ€hlen panierte HĂ€hnchenteile und gegrillte HĂ€hnchen-Sandwiches.

Hohe Lasten fĂŒr Franchisenehmer

Die Neuerungen verlangen den selbststĂ€ndigen Betreibern erhebliche finanzielle Anstrengungen ab. Zwar federt der Konzern die Belastungen mit MietnachlĂ€ssen und Finanzhilfen ab. Dennoch mĂŒssen die Partner erhebliche eigene Mittel fĂŒr die Modernisierung aufbringen. Das Management rechnet damit, dass sich diese Ausgaben fĂŒr einen durchschnittlichen US-Standort nach etwa vier Jahren amortisieren.

Langfristig peilt der Konzern bis 2030 eine operative Marge im Bereich der niedrigen bis mittleren 50 Prozent an. Zudem strebt die Kette beim weltweiten Marktanteil fĂŒr GeflĂŒgel und GetrĂ€nke ein Plus von 1,5 Prozentpunkten an. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen die Effizienzgewinne auf Restaurantebene um rund 250 Basispunkte steigen.

Anhaltender Gegenwind durch Inflation

Trotz der langfristigen Wachstumsziele bleibt das operative Umfeld schwierig. Vorstandschef Chris Kempczinski warnte davor, dass die Inflation hartnĂ€ckig hoch und der Kundenverkehr in den Schnellrestaurants flach bleibe. Vor allem die Kosten fĂŒr Rindfleisch haben sich in den wichtigsten MĂ€rkten innerhalb von fĂŒnf Jahren fast verdoppelt. Preiserhöhungen lassen sich am Markt wegen der zurĂŒckhaltenden Konsumenten nur noch vorsichtig durchsetzen.

Die Skepsis am Markt spiegelt sich auch in den EinschĂ€tzungen der Analysten wider. Das Analysehaus Seaport Global startete die Beobachtung mit der Einstufung Neutral und rechnet vor Mitte 2027 mit keiner wesentlichen Besserung. Die Experten der UBS senkten ihr Kursziel auf 320 US-Dollar. Ob die neue Strategie greift, soll sich schrittweise zeigen: Am 5. Oktober startet das unternehmensweite Schulungsprogramm fĂŒr die Filialen.

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