MetLife, Aktie

MetLife Aktie: Wachstum in allen sechs Segmenten

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 16:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der bereinigte Gewinn je Aktie ohne wesentliche Sondereffekte stieg um 22 Prozent; Asiens Quartalsabsatz ging währungsbereinigt zurück.
MetLife, Aktie, Wachstum, Segmenten, Gewinn, Sondereffekte, Prozent;, Asiens, Quartalsabsatz Illustration mit AI erstellt.

MetLife hat gestern für das dritte Quartal 2026 Wachstum in allen sechs Geschäftssegmenten gemeldet. Damit steht der Ergebnisanstieg auf einer breiten Basis. Die Zahlen zeigen allerdings auch Unterschiede: Während das Gruppengeschäft zulegte, sank in Asien der währungsbereinigte Quartalsabsatz. Für Anleger zählt deshalb nicht nur der Rekordgewinn je Aktie, sondern auch dessen Zusammensetzung.

Breites Wachstum stützt das Ergebnis

Prämien, Gebühren und sonstige Erträge erreichten 14,056 Milliarden US-Dollar und stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 12%. Auf bereinigter Basis ohne PRT-Geschäft betrug das Wachstum 8%.

Der Zuwachs beschränkte sich damit nicht auf einen einzelnen Geschäftsbereich. CEO Michel Khalaf betonte das Umsatzwachstum in jedem Segment. Das ist für die Einordnung wichtig: Neben höheren Anlageerträgen trug auch die Entwicklung des Geschäfts zum besseren Konzernergebnis bei.

Der bereinigte Gewinn belief sich auf 1,780 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Plus von 12% gegenüber dem Vorjahr. Je Aktie verdiente MetLife auf dieser Basis 2,78 US-Dollar.

Bei der Bewertung müssen Anleger zwischen unterschiedlichen Ergebnisgrößen unterscheiden. Der bereinigte Gewinn enthält weiterhin wesentliche Sondereffekte. Erst deren zusätzlicher Ausschluss ergibt die Kennzahl, für die MetLife einen Unternehmensrekord meldete.

Ohne diese Effekte lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 2,85 US-Dollar und damit 22% über dem Vorjahreswert. Die Aktie legt heute um 2,9% zu und begleitet damit die positiven Ergebnisnachrichten.

Asien zeigt die Grenzen des Wachstums

Im Asiengeschäft stieg der bereinigte Gewinn ohne wesentliche Sondereffekte auf 550 Millionen US-Dollar. Das waren berichtet 17% mehr als im Vorjahr. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs 21%.

Höhere Anlageerträge und Volumenwachstum stützten das Ergebnis. Die Absatzentwicklung fiel dagegen uneinheitlich aus. Damit liefert Asien ein Beispiel dafür, warum Ergebniswachstum und Neugeschäft nicht gleichgesetzt werden sollten.

Der Quartalsabsatz sank währungsbereinigt um 6%. Seit Jahresbeginn lag er dagegen 10% über dem Vorjahresniveau. Japan und Korea führten dieses Wachstum an.

Auch zwischen den übrigen Segmenten gab es Unterschiede. Das Gruppengeschäft steigerte seinen bereinigten Gewinn. Bei Retirement and Income Solutions ging er einschließlich der Sondereffekte zurück, während er ohne diese Belastungen zunahm. Die operative Entwicklung fiel dort somit günstiger aus als die zunächst ausgewiesene Veränderung.

Kapitalrückgaben bleiben ein wichtiger Kontext

MetLife führte im Quartal rund 1 Milliarde US-Dollar über Rückkäufe und Dividenden an die Aktionäre zurück. Die liquiden Mittel der Holding beliefen sich zum Quartalsende auf 3,4 Milliarden US-Dollar.

Die Kapitalrückgaben ergänzen das Gewinnwachstum, ersetzen aber nicht den Blick auf dessen Qualität. Gerade die Unterschiede zwischen ausgewiesenen und zusätzlich bereinigten Segmentergebnissen bleiben für die Beurteilung wesentlich.

MetLife sieht sich zudem bei den Jahreszielen für die Free-Cashflow- und direkten Kostenquoten auf Kurs. Das Quartal liefert damit mehr als einen Rekordwert: Das Geschäft wächst breit, die Ergebnisentwicklung bleibt jedoch je nach Segment und Bereinigung unterschiedlich. Der schwächere Quartalsabsatz in Asien begrenzt dabei das ansonsten positive Bild.

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