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Microsoft Aktie: Cloud treibt Rekordjagd

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 03:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft ĂŒbertrifft im ersten GeschĂ€ftsquartal die Erwartungen; Azure legt krĂ€ftig zu, wĂ€hrend die Investitionen unter den MarktschĂ€tzungen liegen.
Microsoft, Aktie, Cloud, Rekordjagd, GeschÀftsquartal, Erwartungen;, Azure, Investitionen, MarktschÀtzungen Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat das Börsenpublikum nach Handelsschluss ĂŒberrascht, und zwar gleich an mehreren Fronten. Die Zahlen zum ersten GeschĂ€ftsquartal ĂŒbertreffen die Erwartungen, und die Investitionen fielen niedriger aus als befĂŒrchtet. Die Aktie springt nachbörslich um rund vier Prozent und nĂ€hert sich ihrem Rekordhoch.

Azure wÀchst schneller als erwartet

Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit rund 90,6 Milliarden gerechnet. Beim operativen Ergebnis steht ein Plus von 21 Prozent auf 45,9 Milliarden Dollar zu Buche, der Gewinn je Aktie lag bereinigt bei 4,89 Dollar nach erwarteten gut 4,70 Dollar.

Haupttreiber bleibt die Cloud. Azure wuchs um 48 Prozent, erwartet worden waren knapp 45 Prozent. Der gesamte Microsoft-Cloud-Umsatz kletterte auf 63,9 Milliarden Dollar, das Wachstum beschleunigte sich auf 30 Prozent. Finanzchefin Amy Hood sprach von Ergebnissen ĂŒber den eigenen Erwartungen.

SchwÀcher lÀuft das EndkundengeschÀft. Der Bereich Devices and Consumer schrumpfte um drei Prozent, Windows OEM und GerÀte brachen um 22 Prozent ein. Das fÀllt bei einem Segmentumsatz von 15,5 Milliarden Dollar kaum ins Gewicht, zeigt aber, wo das Wachstum nicht stattfindet.

Weniger Investitionen als befĂŒrchtet

FĂŒr die Anleger zĂ€hlte fast ebenso stark die Ausgabenseite. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 39,4 Milliarden Dollar, der Markt hatte mit knapp 46 Milliarden gerechnet. Sie haben sich im Jahresvergleich dennoch verdoppelt. Die Sorge, ob die enormen KI-Ausgaben sich auszahlen, bekommt damit zumindest vorerst weniger Nahrung.

Der Nettogewinn nach US-Rechnungslegung stieg um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden Dollar. Ein Teil davon ist Basiseffekt: Im Vorjahresquartal belasteten Verluste aus der OpenAI-Beteiligung. Bereinigt wuchs der Gewinn um 18 Prozent. AktionĂ€ren flossen im Quartal 10,2 Milliarden Dollar ĂŒber Dividenden und RĂŒckkĂ€ufe zu.

Rekordhoch in Reichweite

Nachbörslich notierte die Aktie zeitweise ĂŒber 560 Dollar und damit ĂŒber dem bisherigen Rekord von etwas mehr als 555 Dollar aus dem Sommer 2025. Im Juni dieses Jahres hatte der Titel noch bei 349,20 Dollar gelegen. Der Anstieg seither ist beachtlich.

Zuvor hatten die US-Börsen nach der Zinsentscheidung der Fed leicht im Plus geschlossen. Der Nasdaq 100 erreichte den höchsten Stand seit einer Woche. Die Notenbank ließ den Leitzins unverĂ€ndert, am Markt gilt eine weitere Anhebung im Dezember als wahrscheinlich.

Details zum Ausblick liefert Microsoft erst in der Telefonkonferenz. Dort dĂŒrfte es vor allem um die InvestitionsplĂ€ne gehen. Am Donnerstag zeigt sich, ob der Kurs im regulĂ€ren Handel die 555-Dollar-Marke dauerhaft ĂŒberspringt.

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