Mohawk, Industries

Mohawk Industries Aktie: Rückkauf nachgelegt

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 21:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Bodenbelagshersteller meldet 390 Millionen Dollar freien Quartals-Cashflow und erwartet für das vierte Quartal einen niedrigeren Gewinn je Aktie.
Abstrakte Darstellung hochwertiger Industriematerialien und Architektur, die für Bodenbeläge und Marktwachstum stehen. Illustration mit AI erstellt.

Der weltgrößte Bodenbelagshersteller liefert ein solides Quartal in einem schwachen Markt und legt gleich nach: Mohawk Industries kündigt ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 500 Millionen Dollar an. Dazu gibt es einen strategischen Rahmen, der die Kapitalverwendung der kommenden Jahre vorzeichnet.

Umsatz stagniert, Preise tragen

Der Umsatz im dritten Quartal lag bei 2,8 Milliarden Dollar, ein Plus von rund einem Prozent. Bereinigt blieb er praktisch unverändert. Ein zusätzlicher Liefertag half mit etwa einem Prozentpunkt.

Die Mengen sanken bereinigt um rund vier Prozent, vor allem wegen der schwachen Nachfrage. Preiserhöhungen und ein besserer Produktmix steuerten etwa vier Prozent bei. Am stärksten schwächelte das Geschäft außerhalb Nordamerikas: In der Sparte Flooring Rest of the World brachen die Mengen um rund zehn Prozent ein, während Preis und Mix sieben Prozent beisteuerten.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,72 Dollar, ein Plus von etwa zwei Prozent. Der bereinigte operative Gewinn gab leicht nach, weil niedrigere Mengen und höhere Kosten belasteten. Preis, Mix und Produktivität glichen die Inflation dennoch mehr als aus.

Cashflow als Stärke

Beim Geldfluss zeigt sich das Unternehmen deutlich kräftiger. Der freie Cashflow erreichte im Quartal 390 Millionen Dollar. Seit Jahresbeginn liegt er mit 626 Millionen Dollar rund 78 Prozent über dem Vorjahr.

Das Geld fließt zurück an die Aktionäre. Im dritten Quartal kaufte Mohawk Aktien für 261 Millionen Dollar zurück, im vierten Quartal bisher für weitere 34 Millionen. Die alte Ermächtigung ist damit ausgeschöpft, die Zahl der Aktien sank in der zweiten Jahreshälfte um etwa vier Prozent. Der durchschnittliche Rückkaufpreis lag bei rund 119 Dollar je Aktie.

Die Verschuldung bleibt niedrig, das Verhältnis von Nettoschulden zu bereinigtem EBITDA liegt bei 0,7.

Neuer Rahmen, vorsichtiger Ausblick

Die neue Ermächtigung gilt sofort und hat kein Enddatum. Eine Verpflichtung zum Kauf einer bestimmten Stückzahl besteht nicht. Das Management will überschüssigen Cashflow konsequent per Rückkauf ausschütten, nachdem organische Investitionen und mögliche kleinere Zukäufe bedient sind.

Die Basisinvestitionen sollen für mindestens einige Jahre bei etwa 375 Millionen Dollar jährlich liegen. Langfristig strebt Mohawk eine Verschuldung von bis zu dem Zweifachen des bereinigten EBITDA an.

Für das vierte Quartal erwartet der Konzern einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,35 bis 1,45 Dollar. Die Marktbedingungen dürften nochmals weicher ausfallen, zudem hat das Quartal vier Liefertage weniger als im Vorjahr. Beim Umsatz rechnet das Management dennoch mit einem niedrigen einstelligen Wachstum, weil Preiserhöhungen die Inflation ausgleichen sollen. Ähnliches gilt laut Unternehmen für das erste Quartal 2027.

Details zum neuen Rahmen will die Führung in der Telefonkonferenz am Freitag, 30. Oktober, um 11:00 Uhr Ostküstenzeit erläutern.

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