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Molecular Partners Aktie: Höhere Dosis, neues Ziel

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 21:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Biotech-Konzern meldet Fortschritte beim Radio-DARPin MP0712: Die Dosissteigerung ist genehmigt, erste Daten folgen 2026. Die Finanzreserven reichen bis Ende 2027.

Molecular Partners: MP0712 erreicht nächste Dosisstufe in Krebsstudie
Moderne wissenschaftliche Laborumgebung mit Fokus auf pharmazeutische Forschung und medizinische Innovation. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Molecular Partners meldet einen wichtigen Fortschritt in seiner Radiotherapie-Pipeline: Der Krebsmedikament-Kandidat MP0712 erreicht in der laufenden Phase-1/2a-Studie die nächste Dosisstufe. Für ein Biotech-Unternehmen in dieser Entwicklungsphase ist das ein handfestes Signal — die Sicherheitsdaten der ersten Kohorte gaben grünes Licht für die Eskalation.

MP0712 rückt näher an erste Daten

Das gemeinsam mit Orano Med entwickelte Radio-DARPin richtet sich gegen das Tumorantigen DLL3 und kommt bei kleinzelligem Lungenkrebs zum Einsatz. In der ersten Dosisstufe traten keine dosislimitierenden Ereignisse auf, alle gemeldeten Nebenwirkungen blieben leicht bis mittelschwer. Nun läuft die Rekrutierung für Kohorte 2 mit einer höheren Dosis von 105 MBq, fünf von insgesamt neun geplanten Prüfzentren sind bereits aktiv.

Erste klinische Daten zu MP0712 sollen noch in diesem Jahr vorliegen, ein umfassenderer Datensatz zu Sicherheit und Wirksamkeit wird für 2027 erwartet. Parallel baut das Unternehmen seine Radiotherapie-Pipeline aus: CD70, ein Zielmolekül für Nierenkrebs und weitere Indikationen, ist als drittes Programm ausgewählt. Der Start der klinischen Entwicklung dafür ist für 2027 geplant.

Bilanz sichert Betrieb bis Ende 2027

Zum 30. Juni 2026 verfügte Molecular Partners über liquide Mittel von 67,9 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet etwa 84 Millionen Dollar. Der Nettoverlust im ersten Halbjahr lag bei 26,7 Millionen Franken — eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als noch 37,2 Millionen Franken zu Buche standen. Auch der operative Verlust sank von 33,5 auf 27,0 Millionen Franken.

Diese Entwicklung spiegelt vor allem die reduzierte Mitarbeiterzahl wider, die von 153 auf rund 117 Vollzeitstellen gefallen ist. Für das Gesamtjahr 2026 hält das Unternehmen an seiner Prognose von 45 bis 55 Millionen Franken Gesamtbetriebskosten fest. Nach eigenen Angaben reicht die aktuelle Kassenlage aus, um den Betrieb bis Ende 2027 zu finanzieren — ohne mögliche Zahlungen aus Forschungspartnerschaften einzurechnen.

Neben der Radiotherapie-Sparte laufen weitere Programme: Der T-Zell-Engager MP0533 für Leukämie hat seine Dosiseskalation abgeschlossen, mehrere Konsortien zeigen Interesse an Kombinationsstudien. Zusätzliche präklinische Daten zum Krebswirkstoff MP0632 sollen im November 2026 auf der SITC-Jahrestagung präsentiert werden. Der nächste reguläre Termin für Anleger folgt am 29. Oktober 2026 mit dem Zwischenbericht für das dritte Quartal.

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