Morgan Stanley Aktie: SpaceX als Kursziel-Treiber
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 10:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Morgan Stanley macht sich fĂŒr einen Börsenkandidaten stark, den kaum ein institutioneller Anleger im Depot hat. Analyst Adam Jonas bekrĂ€ftigt fĂŒr SpaceX das Rating Overweight und das Kursziel von 300 US-Dollar. Die Aktie sprang daraufhin am Montag um 7,63 Prozent auf 171,09 US-Dollar.
Bewertung im VerhÀltnis zum Wachstum
Jonas argumentiert mit einer wachstumsbereinigten Betrachtung. SpaceX wird demnach mit dem 30-Fachen des fĂŒr 2028 geschĂ€tzten EV/EBIT gehandelt, andere KI-nahe Mega-Caps kommen auf das 16-Fache. Rechnet man das Wachstum heraus, dreht sich das Bild: Dann liegt SpaceX beim 0,3-Fachen und damit rund 40 Prozent unter dem Mega-Cap-Median.
Der Löwenanteil des Kursziels entfÀllt auf das KI-GeschÀft. Enterprise-KI steuert 165 US-Dollar je Aktie bei, Starlink-KonnektivitÀt 118 US-Dollar. Externe Startdienste und Consumer-KI wie Grok tragen jeweils nur 8 US-Dollar bei.
Was der Kurs schon einpreist
Nach Jonas' Rechnung deckt der aktuelle Kurs den Wert von Raumfahrt und KonnektivitĂ€t weitgehend oder vollstĂ€ndig ab. FĂŒr den KI-Bereich blieben rund 32 US-Dollar je Aktie ĂŒbrig. Sorgen um die Grok-Leistung und den Frequenzzugang fĂŒr Starlink Mobile seien aus seiner Sicht bereits im Preis.
Einen RĂŒckfall auf 100 US-Dollar binnen zwölf Monaten hĂ€lt er nur fĂŒr denkbar, wenn der KI-Fortschritt deutlich nachlĂ€sst, ein schwerer Starship-RĂŒckschlag eintritt oder ein stark verwĂ€sserndes Ereignis folgt.
AuffĂ€llig ist die Stimmung am Markt. In einer Kundenrunde mit 40 Teilnehmern gab niemand an, die Aktie zu besitzen. Jonas fĂŒhrt das auch auf die komplexe Struktur zurĂŒck: Mehrere eng verzahnte GeschĂ€ftsbereiche lassen sich schwer isoliert bewerten. Das lĂ€sst Raum fĂŒr neue KĂ€ufer, falls sich die Skepsis legt.
Katalysatoren bis Jahresende
Als Auslöser nennt Jonas den nÀchsten Starship-Flug, die anstehenden Quartalszahlen, Grok-Veröffentlichungen und weitere Neocloud-VertrÀge. Besonderes Gewicht legt er auf den 15. Starship-Testflug, der möglicherweise schon Ende Oktober stattfindet. Dabei könnte SpaceX erneut versuchen, die obere Stufe in der Luft aufzufangen.
Gelingt dieser âShip Catchâ, wĂ€re das ein wichtiger Schritt zu einem vollstĂ€ndig wiederverwendbaren System und könnte die Startkosten deutlich drĂŒcken.
Morgan Stanley ist parallel als Konsortialbank am Kapitalmarkt aktiv. Beim geplanten Nasdaq-Börsengang von DayOne Data Centers, dem Rechenzentrumsbetreiber aus Singapur, gehört das Haus zu den Underwritern, neben J.P. Morgan, BofA Securities, Citigroup und BNP Paribas. Das Unternehmen hat dafĂŒr den F-1-Antrag eingereicht und will unter dem KĂŒrzel âDODCâ notieren.
FĂŒr SpaceX bleibt der Ende Oktober mögliche Starship-Testflug der nĂ€chste konkrete PrĂŒfstein.
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