Movado Aktie: Gewinnsprung mit Sondereffekt
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 13:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Movado hat im zweiten Geschäftsquartal geliefert, was Anleger sich erhofft hatten – und noch etwas mehr. Der Uhrenhersteller aus Paramus meldete einen Nettoumsatz von 169,8 Millionen Dollar, deutlich über den Analystenschätzungen von rund 164 Millionen Dollar. Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Kursplus von rund fünf Prozent.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,54 Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 0,35 Dollar klar. Ein Teil dieser Stärke geht auf Sondereffekte zurück: Rückerstattungen im Zusammenhang mit IEEPA-Zöllen in Höhe von 3,2 Millionen Dollar trugen 0,11 Dollar zum bereinigten Gewinn je Aktie bei.
Ohne diesen Effekt bleibt dennoch ein operativer Fortschritt sichtbar – die Bruttomarge kletterte von 54,1 Prozent im Vorjahresquartal auf 59,4 Prozent.
Bilanz ohne Schulden
Movado beendete das Quartal mit 211,6 Millionen Dollar in der Kasse und ohne Schulden. Der Vorstand erklärte zugleich eine Quartalsdividende von 0,40 Dollar je Aktie. Bereits im ersten Halbjahr flossen 16,6 Millionen Dollar an Dividenden an die Aktionäre zurück.
CEO Efraim Grinberg sprach von einem starken ersten Halbjahr und verwies auf breit angelegtes Wachstum über eigene und lizenzierte Marken hinweg, angeführt von den USA und Europa.
Die im Juli 2026 angekündigte neue Lizenzvereinbarung mit Kate Spade New York gilt als zusätzlicher Wachstumstreiber für das ohnehin breite Markenportfolio. Northland Securities bestätigte vor den Zahlen seine Kaufempfehlung und verwies auf die Margenausweitung als zentrales Argument.
Erholung mit Luft nach oben
Der Kurs hat sich von seinem Jahrestief bei 16,75 Dollar mehr als verdoppelt, notiert aber weiterhin unter dem Hoch der vergangenen zwölf Monate von 40,50 Dollar. Diese Lücke lässt Raum für weitere Kursgewinne, sollte sich die operative Verbesserung in den kommenden Quartalen fortsetzen.
Für das dritte Quartal kündigte das Management weitere Innovations- und Marketinginitiativen an, insbesondere bei kleineren Uhrengrößen und ausgefalleneren Formen. Ob das reicht, um die Lücke zum Jahreshoch zu schließen, hängt davon ab, wie nachhaltig das Wachstum jenseits der Zollrückerstattungen tatsächlich ist.
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