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Natera Aktie: VOLGA-Daten stützen MRD-Ansatz

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 12:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei Blasenkrebs hing die ereignisfreie Überlebensrate nach 24 Monaten mit dem ctDNA-Status vor der Operation zusammen.
Abstrakte Darstellung eines modernen biotechnologischen Forschungslabors mit medizinischen Analysegeräten. Illustration mit AI erstellt.

Natera zieht eine Bilanz vom ESMO-Kongress 2026 – und die Daten aus der Blasenkrebs-Studie VOLGA stehen im Zentrum. Die Ergebnisse liefen im Presidential Symposium, einem der prominentesten Slots des Kongresses. Insgesamt fließt Naters Technologie in 25 Abstracts ein, neun davon als Vorträge, hinzu kommen zwei Publikationen.

Blasenkrebs: Signatera sagt Verlauf voraus

In der Phase-III-Studie VOLGA zu muskelinvasivem Blasenkrebs testete ein Team eine neue perioperative Immuntherapie. Ausgewertet wurde auch, wie sich die zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) vor der Blasenentfernung entwickelt. Zum Einsatz kam Naters neuer Signatera-Genome-Test mit Phased- und Structural-Varianten.

Das Muster ist klar. Patienten, die dauerhaft Signatera-negativ blieben, erreichten nach 24 Monaten eine ereignisfreie Überlebensrate von 91 Prozent. Wer anfangs positiv war, die ctDNA aber vor der Operation eliminierte, kam auf 81 Prozent. Bei Patienten, die positiv blieben, waren es nur 55 Prozent.

Studienleiter Thomas Powles sieht darin eine Stütze für ctDNA-gesteuerte Therapieentscheidungen. Signatera wurde inzwischen in sieben Phase-III-Studien zu Blasenkrebs untersucht. Patienten mit negativem MRD-Status schnitten dort durchweg gut ab.

Lunge, Gebärmutter, Brust

Auch in anderen Tumorarten lieferte Natera Daten. In der Lungenstudie MDT-Bridge, veröffentlicht in Nature Medicine, wies der Clarity-Test vor der Behandlung bei 99 Prozent der Patienten ctDNA nach. Verschwand sie früh unter neoadjuvanter Therapie, ließ sich ein pathologisches Komplettansprechen mit 83 Prozent Vorhersagewert prognostizieren.

Bei Endometriumkrebs (KEYNOTE-B21) war rund ein Fünftel der Patientinnen nach der Operation Signatera-positiv. Ein negativer Befund hatte im Pembrolizumab-Arm einen negativen Vorhersagewert von 97 Prozent. Und beim HER2-positiven metastasierten Brustkrebs blieben 81 Prozent der außergewöhnlich gut Ansprechenden während der Verlaufskontrolle MRD-negativ. Das spricht für weitere Studien zur Therapiereduktion.

Weitere Daten gab es zu Darmkrebs (SAGITTARIUS) und Magen-Speiseröhren-Krebs (ICONIC), die Natera bereits zuvor angekündigt hatte.

Einordnung

Für Natera zählt weniger die einzelne Zahl als die Richtung: Der Konzern will ctDNA-Tests als Entscheidungsgrundlage an klinischen Schlüsselpunkten etablieren, etwa vor einer Zystektomie oder während einer neoadjuvanten Therapie. Je mehr Phase-III-Evidenz sich ansammelt, desto belastbarer wird das Argument gegenüber Ärzten und Kostenträgern. Die VOLGA-Präsentation im Presidential Symposium dürfte diesem Anspruch zusätzliches Gewicht verleihen.

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