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National Australia Bank Aktie: Sonderlasten drĂŒcken Gewinn

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kreditrisikovorsorge und Software-Abschreibung belasteten das Jahresergebnis, wĂ€hrend die NettoertrĂ€ge und der ZinsĂŒberschuss zulegten.
Abstrakte Darstellung einer modernen Bankarchitektur mit gedimmtem Licht und einer AtmosphÀre finanzieller Herausforderungen. Illustration mit AI erstellt.

Die National Australia Bank hat ihre Anleger mit den Jahreszahlen kalt erwischt. Der Cash-Gewinn sank um 13,4 Prozent auf 6,14 Milliarden australische Dollar, deutlich schwĂ€cher als die Markterwartung von rund 6,3 bis 6,6 Milliarden. Die Aktie gab im frĂŒhen Handel zwischen gut 5 und knapp 8 Prozent nach, auf etwa 38 australische Dollar.

AuffÀllig ist der Kontrast zum Gesamtmarkt. Der australische Leitindex ASX 200 legte zeitgleich fast 2 Prozent zu.

Zwei Posten verhageln die Bilanz

Zwei Faktoren erklĂ€ren den Großteil der EnttĂ€uschung. Die Risikovorsorge fĂŒr Kreditverluste stieg um rund 86 Prozent auf 1,55 Milliarden australische Dollar. Darin steckt eine Aufstockung der zukunftsgerichteten WirtschaftsrĂŒckstellungen um 403 Millionen. Die Bank warnt, dass die hartnĂ€ckig hohe Inflation erhebliche Risiken fĂŒr die australische Wirtschaft berge.

Hinzu kommt eine beschleunigte Software-Abschreibung von 1,35 Milliarden australischen Dollar. Auslöser ist eine ÜberprĂŒfung der Richtlinie zur Aktivierung von Softwarekosten. Die Betriebskosten sprangen dadurch um 18,2 Prozent nach oben, weit ĂŒber den SchĂ€tzungen.

Das KerngeschÀft lÀuft

Ohne die großen Sonderposten sieht das Bild freundlicher aus. Der Cash-Gewinn lag dann mit gut 7,09 Milliarden australischen Dollar praktisch auf Vorjahresniveau. Je Aktie ging er bereinigt um 1,9 Prozent auf 228,5 Cent zurĂŒck.

Operativ legte die Bank zu. Die NettoertrĂ€ge stiegen um 5,8 Prozent auf rund 22 Milliarden australische Dollar, der ZinsĂŒberschuss um 6,4 Prozent auf 18,5 Milliarden. Die Zinsmarge verbesserte sich um 6 Basispunkte auf 1,80 Prozent.

Der Vorstand hielt die Schlussdividende bei 85 Cent je Aktie, voll mit Steuergutschriften versehen. Das nimmt etwas Druck aus der Reaktion, Àndert aber nichts am Kern der Kritik: Die Kostenseite und die deutlich höheren Kreditvorsorgen haben die Erwartungen verfehlt.

Ob die Vorsorge ein einmaliger Vorgriff war oder der Beginn eines höheren Niveaus, hĂ€ngt vor allem von der Inflationsentwicklung in Australien ab. Die Software-Abschreibung dagegen ist ein klar abgrenzbarer Sonderposten und dĂŒrfte die Vergleichsbasis im Folgejahr bereinigen.

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