Neo Performance Aktie: Grönland genehmigt Sarfartoq-Übertragung
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 02:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die geplante Neuausrichtung des Portfolios von Neo Performance Materials hat eine entscheidende behördliche Hürde genommen. Am Montag erteilte die Regierung von Grönland die Genehmigung für die indirekte Übertragung der Explorationslizenz des Sarfartoq-Projekts an Greenland Mines.
Dieser Schritt ist eine zentrale Voraussetzung für den Abschluss des geplanten Verkaufs des Seltenerd-Vorkommens, das insbesondere für die Gewinnung von Neodym und Praseodym von Bedeutung ist.
Behördlicher Durchbruch in Grönland
Mit der Zustimmung der grönländischen Behörden rückt die Übertragung des Sarfartoq-Projekts in die finale Phase. Das Vorhaben gilt als strategisch wichtiges Reservoir für Seltenerdelemente, die als Grundstoff für die Herstellung von Hochleistungs-Permanentmagneten dienen. Neo Performance Materials setzt damit seinen Kurs fort, sich stärker auf die nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette und die industrielle Produktion zu konzentrieren.
Dieser strategische Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer äußerst robusten operativen Verfassung. Am 11. August meldete das Unternehmen für das zweite Quartal 2026 einen Rekord beim bereinigten EBITDA in Höhe von 57 Millionen US-Dollar.
Der Umsatz erreichte im selben Zeitraum 205,7 Millionen US-Dollar. Besonders das Segment der Seltenmetalle trug maßgeblich zum Erfolg bei, befeuert durch eine starke Nachfrage nach Hafnium, Gallium und Tantal bei gleichzeitig günstigen Marktpreisen.
Rekordzahlen und angehobene Jahresziele
Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr zeigt eine deutliche Dynamik. Mit einem bereinigten EBITDA von insgesamt 93 Millionen US-Dollar übertraf das Unternehmen den Vorjahreswert um 158 Prozent. In der Folge konkretisierte das Management die Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 und geht nun davon aus, ein bereinigtes EBITDA zwischen 140 und 150 Millionen US-Dollar zu erreichen oder diesen Korridor sogar zu übertreffen.
Parallel zum Veräußerungsprozess in Grönland investiert das Unternehmen massiv in den Ausbau seiner europäischen Kapazitäten. Die Errichtung der Produktionsstätte für Permanentmagnete im estnischen Narva verläuft nach Plan.
Bis zum Ende des laufenden Jahres sollen dort erste Kundenprogramme in die kommerzielle Produktion gehen. In der darauffolgenden Ausbauphase ist vorgesehen, die Kapazität des Standorts von anfänglich 2.000 auf 5.000 Tonnen zu steigern.
Analysten-Optimismus und Insiderkäufe
An der Börse spiegelte sich die operative Stärke im bisherigen Jahresverlauf deutlich wider. Die Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 115 Prozent, wenngleich sie mit einem Schlusskurs von 20,82 Euro am Dienstag zuletzt wieder ein Stück von ihrem 52-Wochen-Hoch entfernt notierte.
Dieses Hoch wurde am 11. August bei 30,50 Euro markiert. Medienberichten zufolge kam es gestern zu leichten Kursrücksetzern, obwohl die Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen hatten.
Analysten sehen jedoch weiteres Potenzial. Stifel Nicolaus hob am 12. August das Kursziel für den Wert von 49,00 auf 55,00 kanadische Dollar an und bestätigte die Einstufung auf "Buy". Das Analysehaus Sidoti schraubte am 13. August seine Schätzung für den Gewinn je Aktie im laufenden Geschäftsjahr leicht nach oben.
Zuversicht demonstrierte zudem Direktor Rahim Suleman, der am 13. August 2.800 Anteile des Unternehmens erwarb und damit seinen Bestand auf über 480.000 Aktien aufstockte. Bereits vor rund zwei Wochen wurde zudem eine Quartalsdividende von 0,10 kanadischen Dollar beschlossen, deren Auszahlung für den 28. September vorgesehen ist.
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