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NextEra Energy Aktie: IEEFA kritisiert Dominion-Fusion

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 03:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

IEEFA sieht Risiken für Virginias Energiewende; NextEra wirbt für den Zusammenschluss und verteidigt geplante Netzinvestitionen.

Modernes Glasgebäude neben einem Umspannwerk mit Strommasten und Transformatoren
NextEra Energy Inc. (US65339F1012): architektonisches Rendering eines modernen Bürogebäudes neben einem Umspannwerk Illustration mit AI erstellt.

Die geplante Großfusion zwischen NextEra Energy und Dominion Energy sieht sich wachsender Kritik an ihrer Ausrichtung ausgesetzt. Das Energie-Thinktank IEEFA warnte gestern vor den Konsequenzen des Vorhabens für die regionale Stromversorgung. Dies könne den Übergang zu erneuerbaren Energien im US-Bundesstaat Virginia empfindlich bremsen.

Laut IEEFA sparte das bestehende Pilotprojekt den Verbrauchern verlässlich Brennstoffkosten.

Dass die neue Fusionsvereinbarung diese Technologie nicht mehr aufgreife, werfe Fragen auf. Die Organisation fordert die Regulierer auf, bei künftigen Kapazitätsausschreibungen auch steuerbare erneuerbare Anlagen wie Kombinationen aus Solar- und Speichertechnik zuzulassen.

Konzern wirbt um Akzeptanz für Milliardenübernahme

Die Übernahme umfasst ein Transaktionsvolumen von 67 Milliarden US-Dollar. Vereinbart ist, dass Anteilseigner von Dominion Energy je eigener Aktie 0,8138 NextEra-Papiere sowie einen anteiligen Anteil an einer Einmalzahlung von 360 Millionen US-Dollar erhalten.

Um Vorbehalten in der Öffentlichkeit und bei Behörden zu begegnen, startete NextEra Energy am Mittwoch eine breite Werbekampagne. Das Unternehmen schaltete Anzeigen auf verschiedenen Online-Plattformen, um die operative Kompetenz beider Partner hervorzuheben.

Im Zentrum der Kampagne steht insbesondere die gemeinsame Leistungsfähigkeit bei der Wiederherstellung der Stromnetze nach schweren Stürmen. Gegenüber Aufsichtsbehörden betonte NextEra zudem, dass die lokale Tochtergesellschaft Dominion Energy Virginia auch nach einem Zusammenschluss eigenständig vor Ort geführt und vollständig reguliert bleibe.

Netzausbau für steigenden Strombedarf

Parallel zum Fusionsverfahren verteidigt NextEra Energy Infrastrukturprojekte zur Bewältigung des steigenden Energiebedarfs. Vor anstehenden Anhörungen zur geplanten Stromtrasse MidAtlantic Resiliency Link reichte das Unternehmen bei der zuständigen Kommission in West Virginia umfangreiche Stellungnahmen ein.

Das Projekt soll Zuverlässigkeitsengpässe abfedern, die der Netzbetreiber PJM ab den Jahren 2027 und 2028 prognostiziert. Dessen Sommer-Spitzenlastprognose für 2030 stieg zuletzt um fast 16 Prozent, getrieben durch den Ausbau energieintensiver Rechenzentren.

NextEra stellt für den Trassenbau Investitionen in Aussicht, darunter 133 Millionen US-Dollar an Grundsteuern über die Projektlaufzeit sowie Zahlungen an Grundeigentümer von geschätzt 65 Millionen US-Dollar.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabilisiert: Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie bei 68,99 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,3 Prozent entspricht.

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