Nikkei 225: Banken treiben, Rakuten bricht ein
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 05:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Nikkei 225 tastet sich am Mittwoch weiter über die Marke von 67.000 Punkten vor und baut damit die kräftigen Vortagesgewinne behutsam aus. Auffällig: Die Wall Street lieferte über Nacht negative Vorgaben, der japanische Markt zuckte trotzdem kaum zurück.
Der Index notiert bei 67.027,20 Punkten, ein Plus von 0,09 Prozent. Zwischenzeitlich reichte die Spanne von 66.735,76 bis 67.144,36 Punkten. Am Montag hatte der Nikkei noch um mehr als 2 Prozent zugelegt, bevor der Feiertag Mountain Day den Dienstagshandel pausieren ließ.
Banken als Stützpfeiler
Die Finanzwerte liefern das stärkste Signal des Tages. Sumitomo Mitsui Financial gewinnt mehr als 3 Prozent, Mitsubishi UFJ Financial zieht fast ebenso stark an, Mizuho Financial legt über 2 Prozent zu. Im Technologiesegment zeigt sich ein gemischtes Bild: Advantest und Screen Holdings gewinnen, während Schwergewicht SoftBank Group leicht nachgibt.
Bei den Exportwerten trennen sich die Wege deutlich. Toyota gewinnt fast ein Prozent, während Honda mehr als ein Prozent verliert. Panasonic und Sony bewegen sich kaum, Mitsubishi Electric und Canon geben leicht nach.
Die größten Ausschläge liefern jedoch die Nebenwerte. Yokohama Rubber springt um mehr als 10 Prozent, M3 legt über 8 Prozent zu. Auf der Verliererseite steht Rakuten Group mit einem Einbruch von fast 9 Prozent, Nitori Holdings und Sumitomo Metal Mining verlieren jeweils knapp 4 Prozent.
Ölpreis und Yen im Blick
Im Hintergrund bleibt der Nahost-Konflikt ein Belastungsfaktor für die globale Stimmung. Die anhaltende Pattsituation zwischen den USA und dem Iran nährt Zweifel an einer baldigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus und trieb den Ölpreis zuletzt über 83 Dollar je Barrel. Der Dollar notiert im unteren 159-Yen-Bereich, was japanischen Exporteuren tendenziell in die Karten spielt.
Die Bank of Japan meldete zudem am Morgen ein Wachstum der Geldmenge M2 von 2,2 Prozent im Jahresvergleich für Juli — leicht über den Erwartungen. Verlässt sich der Markt auf die robuste Bankenrally, dürfte der Nikkei die 67.000er-Marke in den kommenden Tagen verteidigen können. Ein Belastungsfaktor bleibt die US-Inflationsdaten-Veröffentlichung, die für die Zinsentscheidung der Fed im kommenden Monat richtungsweisend sein dürfte.
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