Novartis Aktie: Onkologiedaten beim ESMO in Madrid
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 06:57 Uhr | Redaktion boerse-global.deNovartis rückt mit angekündigten Onkologiedaten und dem bevorstehenden Quartalsbericht in den Anlegerfokus. Der ESMO-Kongress beginnt heute in Madrid. Das Unternehmen hat dort Präsentationen aktueller Daten aus seinem Onkologieportfolio vom 23. bis 27. Oktober angekündigt. Damit stehen neben den jüngsten Entscheidungen zu einzelnen Medikamenten weitere klinische Informationen auf der Agenda.
Kongress und Quartalsbericht als nächste Prüfsteine
Für den 27. Oktober 2026 hat Novartis außerdem die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Kongress und Berichtstermin setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: Bei den Präsentationen geht es um klinische Daten, beim Quartalsbericht um die Geschäftsentwicklung.
Für Anleger sind diese Ebenen auseinanderzuhalten. Angekündigte Präsentationen sind noch keine positiven Studienergebnisse. Ebenso lässt sich aus einer einzelnen Zulassung nicht unmittelbar ablesen, welchen Beitrag sie zum Geschäft leisten wird. Die anstehenden Veröffentlichungen bieten deshalb unterschiedliche Ansatzpunkte für die Bewertung von Novartis.
Cosentyx erhält zusätzliche EU-Zulassung
Einen konkreten regulatorischen Fortschritt meldete Novartis am Mittwoch: Die Europäische Kommission genehmigte Cosentyx mit dem Wirkstoff Secukinumab zur Behandlung Erwachsener mit Polymyalgia rheumatica. Die Zulassung gilt, wenn Glukokortikoide nicht ausreichend wirken oder die Erkrankung beim Ausschleichen zurückkehrt.
Nach Angaben von Novartis ist Cosentyx der erste IL-17A-Hemmer in der EU für diese Indikation. Die Entscheidung erweitert damit den zugelassenen Einsatzbereich des Medikaments. Ihr Geltungsbereich bleibt allerdings klar eingegrenzt: Sie betrifft die beschriebene Behandlungssituation bei Erwachsenen und nicht sämtliche Patienten mit dieser Erkrankung.
Ein anderes Signal kam aus der Entwicklung von Fabhalta. Laut Reuters beendete Novartis am 16. Oktober eine Phase-II-Studie mit dem Wirkstoff Iptacopan bei Lupusnephritis nach Abschluss des ersten Studienteils. Das Unternehmen begründete dies mit strategischen Erwägungen, nicht mit Zwischenergebnissen zu Wirksamkeit oder Sicherheit.
Der Studienabbruch ist deshalb nicht mit einem belegten Wirksamkeits- oder Sicherheitsproblem gleichzusetzen. Zusammen zeigen die Entscheidungen vielmehr unterschiedliche Entwicklungen innerhalb des Medikamentenportfolios.
Analysten bleiben zurückhaltend
UBS bestätigte am Dienstag die Einstufung „Neutral“ und ein Kursziel von CHF 116. RBC Capital hatte am 16. Oktober „Hold“ sowie ein Kursziel von CHF 120 bestätigt.
Beide Einschätzungen fallen damit trotz der bevorstehenden Termine zurückhaltend aus. Der nächste Schwerpunkt liegt auf den angekündigten Onkologiepräsentationen und dem Quartalsbericht. Für die Einordnung bleibt entscheidend, klinische Fortschritte, regulatorische Entscheidungen und die finanzielle Entwicklung getrennt zu bewerten.
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