Novo Nordisk Aktie: 21,8 Millionen Aktien zurückgekauft
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 07:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Novo Nordisk stützt den Kurs der eigenen Papiere mit Zukäufen am Markt. Gestern meldete der dänische Pharmakonzern den Erwerb von 1.225.000 B-Aktien im Zeitraum vom 28. September bis zum 2. Oktober. Im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms summiert sich das Volumen damit auf 21.845.000 Anteilsscheine, für die das Unternehmen insgesamt 6.447.270.879 dänische Kronen aufgewendet hat.
Die Transaktionen erfolgen in einer anhaltend schwierigen Börsenphase für die Dänen. Gestern legte der Kurs zwar um 1,2 Prozent zu und schloss bei 33,45 Euro, doch seit Jahresanfang ergibt sich ein Minus von 24 Prozent.
Der Druck hatte sich im September verschärft, als Investoren am Kapitalmarkttag die Preissetzungsmacht und die Übernahmestrategie des Konzerns hinterfragten. Die Titel gaben an jenem Tag zeitweise um bis zu 9 Prozent nach, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete.
Neue Daten zu Semaglutid vorgelegt
Parallel zu den Maßnahmen am Kapitalmarkt arbeitet das Unternehmen daran, das medizinische Profil seines wichtigsten Wirkstoffs weiter zu schärfen. Am 1. Oktober stellte Novo Nordisk Auswertungen einer STEP-UP-Untergruppe vor. Demnach erreichten 88,5 Prozent der Probanden unter gepoolten Injektionsdosen von Semaglutid bis zur 72. Woche einen Leberfettgehalt von unter 5 Prozent.
Zudem legte der Konzern Daten aus dem Behandlungsalltag vor. Bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes war eine Dosissteigerung auf 2 mg Semaglutid mit einem um 6 Prozent geringeren Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse verbunden als der Wechsel zum Wirkstoff Tirzepatid.
Pipeline-Erweiterung und behördliche Hürden
Um das Geschäft langfristig breiter aufzustellen, treibt das Management externe Partnerschaften voran. Vor gut einer Woche sicherte sich Novo Nordisk die weltweiten Rechte außerhalb des Großraums China an dem oralen Entwicklungskandidaten HRS-1596 von Hengrui Pharma.
Die Lizenzvereinbarung umfasst eine Einmalzahlung von 300 Millionen US-Dollar und kann durch Meilensteine auf bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Gleichzeitig muss der Konzern Verzögerungen im Zulassungsprozess hinnehmen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA verlängert die Prüfung des Hämophilie-A-Mittels Denecimig infolge von Nachbesserungen an einer Fertigungsstätte.
An den eingereichten Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit stellte die Behörde laut Unternehmensangaben keine Mängel fest. Novo Nordisk erklärte, dass der Aufschub die Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr nicht berührt, und strebt den Marktstart in den USA weiterhin für das erste Halbjahr 2027 an.
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