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Novo Nordisk Aktie: 88,5 Prozent normalisieren Leberfett

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 15:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

STEP-UP-Daten zeigen bei 88,5 Prozent der untersuchten Probanden nach 72 Wochen normalisierte Leberfettwerte.

Modernes nordisches Forschungszentrum, Glasfassade, Skandinavisches Architekturdesign
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): nordisches Forschungszentrum mit Glasfassade und klaren skandinavischen Linien Illustration mit AI erstellt.

Zum Abschluss der diesjährigen Tagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) hat Novo Nordisk neue klinische Resultate vorgelegt. Am gestrigen Donnerstag präsentierte das dänische Pharmaunternehmen eine Auswertung der STEP-UP-Studie bei Teilnehmern mit Adipositas ohne Diabetes.

Bei 88,5 Prozent der Probanden mit anfänglich erhöhtem Leberfett normalisierte sich der Wert nach 72 Behandlungswochen mit Wegovy auf unter fünf Prozent.

Die Untersuchung reiht sich in ein umfangreiches Studienprogramm ein. Der Konzern nutzte den Branchentreff, um das Profil seiner Präparate im Bereich von Stoffwechsel- und Begleiterkrankungen zu schärfen. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwieweit etablierte Wirkstoffe über die reine Gewichtsreduktion hinaus zusätzliche therapeutische Effekte erzielen können.

Daten zu Wegovy-Tablette und kardiovaskulären Risiken

Bereits am Mittwoch legte das Unternehmen Echtweltdaten aus der OCTANE-Erhebung vor. Erwachsene, die von injizierbaren GLP-1-Präparaten auf die Wegovy-Tablette umgestellt wurden, verloren nach drei Monaten im Schnitt 4,1 Prozent ihres Körpergewichts. Zudem verglich eine am Dienstag vorgestellte Auswertung die Dosissteigerung auf zwei Milligramm Ozempic mit einem Wechsel auf Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes.

Für die Behandlung mit Ozempic ergab sich dabei ein um sechs Prozent geringeres Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Mit diesen Ergebnissen untermauert das Management die Marktstellung seiner Hauptprodukte gegenüber der Konkurrenz.

Milliarden-Lizenzabkommen für Phase-1-Kandidaten

Parallel zu den Studiendaten vermeldete Novo Nordisk am Dienstag den Ausbau seiner Entwicklungspipeline. Das Unternehmen sicherte sich von Jiangsu Hengrui Pharmaceuticals die exklusiven Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung des Wirkstoffkandidaten HRS-1596 außerhalb Chinas, Hongkongs, Macaus und Taiwans.

Am Markt stieß der Zukauf jedoch auf verhaltene Reaktionen. Das Analysehaus BMO Capital bekräftigte am Dienstag seine Einstufung für Novo Nordisk mit „Market Perform“ und einem Kursziel von 47 Dollar. Die Analysten merkten an, dass der für die Phase 1 vorbereitete Kandidat an der kurzfristigen Wettbewerbsdynamik kaum etwas ändern dürfte.

Anhaltende Skepsis an den Finanzmärkten

An der Börse spiegeln sich die jüngsten Studienerfolge bisher nicht wider. Die Aktie notiert aktuell bei 33,38 Euro, was seit Jahresanfang einem Minus von 24 Prozent entspricht.

Unter Anlegern dominiert weiterhin die Sorge um die langfristige Wachstumsdynamik. Bereits auf dem Kapitalmarkttag im September geriet der Kurs unter Druck, als Investoren die Preissetzungsmacht angesichts künftiger Patentabläufe bei Semaglutid hinterfragten. Laut Reuters bestehen Zweifel, ob die geplanten Pipeline-Umsätze ausreichen werden, um diese Risiken rechtzeitig zu kompensieren.

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