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NuScale Power Aktie: UBS stuft auf Verkaufen ab

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 17:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine neue Prüfkammer unterstützt NuScales technische Vorbereitung; Analysten halten mangels verbindlicher Abnahmeverträge an einer neutralen Gesamteinschätzung fest.
Abstraktes Bild einer industriellen Kraftwerksanlage bei Dämmerung und bewölktem Himmel. Illustration mit AI erstellt.

NuScale Power kommt bei der Vorbereitung seiner Lieferkette voran. Für eine überzeugendere Bewertung fehlen jedoch weiterhin verbindliche Großverträge zur Stromabnahme. Die heute veröffentlichte Zusammenfassung der Analystenurteile ergibt deshalb insgesamt eine Halteempfehlung. Eine neue Prüfkammer für Reaktorausrüstung verbessert die technischen Voraussetzungen, löst aber noch nicht die Frage nach der kommerziellen Umsetzung.

Neue Prüfkapazität für die Lieferkette

Im Mittelpunkt standen deren Lieferbereitschaft, technische Anforderungen sowie Kapazitäten und künftige Tests.

Nach Angaben von Element baut die neue Einrichtung auf einer jüngsten Erweiterung des Standorts auf. Für NuScale ist das ein konkreter Schritt bei der Vorbereitung der Lieferkette. Die Qualifizierung von Ausrüstung und die Bereitschaft der Zulieferer sind allerdings von der wirtschaftlichen Absicherung eines Kraftwerksprojekts zu unterscheiden.

Medienberichten zufolge verfügt NuScale als einziger Anbieter kleiner modularer Reaktoren über eine Designzulassung der US-Atomaufsicht NRC. Komponenten befinden sich bereits in kommerzieller Produktion. Ein verbindlicher Stromabnahmevertrag für ein Großkraftwerk fehlt dagegen weiterhin.

Analysten bleiben trotz technischer Fortschritte vorsichtig

Das durchschnittliche Zwölfmonatskursziel der erfassten 16 Analysten liegt bei 11,08 US-Dollar. Hinter der zusammengefassten Halteempfehlung stehen deutlich unterschiedliche Einschätzungen: Neben Kaufempfehlungen gibt es mehrere Verkaufsvoten.

UBS senkte ihr Kursziel auf 6 US-Dollar und stufte NuScale auf Verkaufen ab. Barclays reduzierte das Ziel auf 5 US-Dollar und bewertet das Papier mit Untergewichten. Damit zeigen sich beide Häuser zurückhaltender, als es der breite Zielkursdurchschnitt nahelegt.

Die Aktie legt heute um 7,4% zu. Diese Kursbewegung ändert allerdings nichts am Unterschied zwischen Fortschritten bei der technischen Vorbereitung und vertraglich gesicherten Erlösen aus künftigen Kraftwerksprojekten.

Projektpotenzial ist noch kein gesicherter Absatz

Die nicht bindende Vereinbarung mit TVA umfasst bis zu 6 GW. ENTRA1 verhandelt über einen endgültigen Stromabnahmevertrag. Auch das RoPower-Projekt in Rumänien bleibt an Bedingungen geknüpft. Beide Vorhaben bieten damit Potenzial, sind aber noch nicht mit gesichertem Absatz gleichzusetzen.

Ein finanzielles Polster verschafft NuScale Handlungsspielraum: Medienberichten zufolge verfügte das Unternehmen über fast 2 Mrd. US-Dollar an Barmitteln und hatte keine Schulden. Das erleichtert die weitere Vorbereitung, ersetzt jedoch keine verbindlichen Kundenverträge.

Für Anleger liegt der entscheidende Prüfstein deshalb nicht allein bei zusätzlichen Testkapazitäten. Eine belastbarere Grundlage für die Bewertung entstünde vor allem dann, wenn aus den geplanten Projekten verbindliche Vereinbarungen werden. Die neue Prüfkammer unterstützt die industrielle Vorbereitung; den kommerziellen Nachweis muss NuScale noch erbringen.

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