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Nvidia Aktie: Amazon will Chips für 8 Milliarden $ auslagern

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 21:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Finanzierungsplan soll Amazons Bilanz stärken; Nvidia steht zugleich Patentklagen und einem Importbeschwerdeverfahren gegenüber.

Pop-Art-Comic-Illustration eines KI-Roboterkopfes mit sichtbarem neuronalem Netz, verbunden mit Chip-Platinen, in kräftigen Rastertönen, Magenta, Gelb, Cyan und Schwarz
Nvidia US67066G1040 KI-Roboterkopf mit neuralem Netz und Chip-Platine im Pop-Art-Comic-Stil nach Lichtenstein Illustration mit AI erstellt.

Gestern wurde bekannt, dass Amazon die Auslagerung moderner Nvidia-Chips im Wert von rund 8 Milliarden $ an Investoren anstrebt. Laut einem Bericht der Financial Times, über den die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, soll die Transaktion über ein neu geschaffenes Finanzierungsvehikel laufen.

Amazon verfolgt damit das Ziel, die eigene Bilanz zu stärken. Es handelt sich um einen Finanzierungsplan von Amazon und nicht um eine Ankündigung von Nvidia.

Debatte um chipbesicherte Finanzierungsmodelle

Der Schritt fällt in eine Phase, in der neue Finanzierungsstrukturen rund um KI-Hardware im Technologiesektor auf den Prüfstand geraten. Laut Reuters stieß ein chipbesicherter Finanzierungsplan von Nvidia bei Banken und Kreditinvestoren auf Vorbehalte. Die Geldgeber äußerten dabei Bedenken hinsichtlich der Werthaltigkeit und der dauerhaften Beständigkeit der Prozessoren als Kreditsicherheiten.

Hardware im Bereich der künstlichen Intelligenz bindet bei Cloud-Betreibern erhebliche Mittel. Modelle zur Auslagerung oder Besicherung verdeutlichen, wie stark der Bedarf an alternativen Liquiditätsstrukturen für teure Rechenzentrumsausrüstung wächst.

Juristische Verfahren im Patentbereich

Parallel dazu sieht sich der Chiphersteller mit rechtlichen Auseinandersetzungen konfrontiert. Am Dienstag reichte PulseLink Systems vor einem US-Bundesgericht in Texas Klage gegen Nvidia ein. Dem Halbleiterkonzern wird die Verletzung von fünf Patenten für Rechenzentrums-Netzwerke vorgeworfen, die zuvor von Avaya gehalten wurden.

An anderer Stelle zeichnet sich hingegen Entlastung ab. Am Montag legten Nvidia und Modulus Financial Engineering ihren Markenrechtsstreit um Nvidias KI-Software „Modulus“ bei. Beide Parteien beantragten beim zuständigen Gericht das Ruhen des Verfahrens, um ihre Vereinbarung abzuschließen.

Zudem reichte Netlist am Dienstag eine Beschwerde bei einer US-Handelsbehörde ein, um den Import von Micron-Speicherchips sowie Produkten, die diese enthalten – darunter auch Nvidia-Systeme –, zu stoppen.

Kursniveau und Kapitalrückführung

Am Freitag schloss die Aktie von Nvidia bei 207,85 Euro.

Zusätzlichen Rückhalt bietet das unternehmenseigene Kapitalrückkaufprogramm. Damit beläuft sich die verbleibende Autorisierung auf insgesamt 235 Milliarden $. Nach Unternehmensangaben soll das Programm bis zum Geschäftsjahr 2028 umgesetzt werden.

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