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Nvidia Aktie: H200-Export nach China freigegeben

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 20:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Jensen Huang weist KI-Risiken zurück, setzt auf ungebremste Entwicklung und sieht durch die H200-Freigabe neue Möglichkeiten in China.

Fotorealistische Nahaufnahme einer generischen Grafikkarte mit schwarzem PCB, Kupfer-Kühlrippen und elektronischen Bauteilen auf dunklem Hintergrund
Nvidia US67066G1040 zeigt eine generische GPU-Platine mit Kupfer-Kühlkörper und elektronischen Bauteilen im Studi??icht Illustration mit AI erstellt.

Nvidia-Chef Jensen Huang stellt sich Forderungen nach einer Verlangsamung der Entwicklung von künstlicher Intelligenz entschieden entgegen. In einem CBS-Interview wies Huang Warnungen vor existenziellen Risiken als unwissenschaftlich zurück. Es gebe eine Wahrscheinlichkeit von null Prozent, dass künstliche Intelligenz die Welt bis 2030 zerstöre.

Neue regulatorische Beschränkungen lehnt der Konzernlenker ab. Stattdessen setzt Huang auf traditionelle Ingenieursmethoden und plädiert für ein maximales Entwicklungstempo.

Streit über Tempo und Regulierungsbedarf

Mit dieser Haltung positioniert sich Huang im direkten Gegensatz zu führenden Akteuren der Branche. Spitzenkräfte von Entwicklern wie OpenAI und Anthropic hatten zuletzt verbindliche Leitplanken und eine kontrollierte Verlangsamung der Modellentwicklung ins Spiel gebracht. Auslöser der Debatte waren unter anderem Warnungen früherer Sicherheitsforscher vor unkontrollierbaren Risiken.

Huang hält derartige Szenarien für unverantwortlich. Nach seiner Überzeugung greift das bestehende Haftungsrecht bereits ausreichend. Zudem ließen sich potenzielle Gefahren durch präzise technische Entwicklung beherrschen.

Nvidia treibt seine eigene Infrastruktur daher ohne Tempoverlust voran.

Frischer Spielraum im China-Geschäft

Politische Unterstützung erhält der Halbleiterkonzern aus Washington. Auf die entsprechenden Verkäufe soll eine Gebühr von 25 Prozent erhoben werden. Die US-Regierung kündigte zudem die Schaffung einer Initiative zur Förderung der Technologie an und lehnte Versuche ab, das Wachstum der Branche künstlich auszubremsen.

Die Öffnung für den H200 könnte Nvidia zusätzlichen Schub verleihen. Zuletzt bremsten strikte Exportbeschränkungen das Geschäft im zweitgrößten Markt der Welt spürbar ein. Während chinesische Konkurrenten ihren Marktanteil vor Ort ausbauen konnten, bietet die Exportfreigabe Nvidia nun die Möglichkeit, die Nachfrage chinesischer Cloud-Anbieter wieder direkter zu bedienen.

Hohe Wachstumsziele stützen den Kurs

Huang zeigte sich mit Blick auf die weltweite Nachfrage nach Rechenleistung zuletzt optimistisch. Im kommenden Jahr will Nvidia die Zahl der verkauften Chips im Vergleich zum laufenden Jahr verdoppeln. Treiber dieser Dynamik bleiben die massiven Ausgaben großer Cloud-Anbieter für neue Rechenzentren.

Am Freitag beendete die Nvidia-Aktie den Handel mit einem Kursplus von 1,1 Prozent bei 193,10 Euro. Damit trennt das Papier ein Abstand von 4,6 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch. Für die Anleger bleibt entscheidend, ob das Unternehmen sein rasantes Liefertempo aufrechterhalten und die geopolitischen Auflagen im internationalen Geschäft weiterhin erfolgreich bewältigen kann.

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