Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Q2-Zahlen am 26. August erwartet

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 21:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidia prÀsentiert am 26. August Q2-Zahlen. Preisanstiege bei KI-Servern und milliardenschwere Infrastruktur-Deals prÀgen die Erwartungen der Anleger.

Nvidia vor Quartalszahlen: Preiserhöhungen und Milliarden-Partnerschaften im Fokus
Abstrakte Darstellung eines modernen Hochleistungs-Rechenzentrums mit leuchtenden Glasfaserkabeln. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Nvidia steuert auf einen der wichtigsten Termine des Jahres zu: Am Mittwoch, den 26. August, legt der Chipkonzern seine Zahlen zum zweiten Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2027 vor und hĂ€lt im Anschluss eine Telefonkonferenz ab. Der Bericht gilt als kurzfristig entscheidender Kurstreiber fĂŒr die Aktie, die zuletzt unter Druck geraten war.

Am Freitag schloss das Papier bei 183,78 Euro und bĂŒĂŸte damit 1,1 Prozent ein. Auf Wochensicht steht ein Minus von 5,6 Prozent zu Buche – ein Vorgeschmack auf die NervositĂ€t der Anleger vor dem Zahlenwerk. Vom 52-Wochen-Hoch aus dem Mai ist die Aktie mittlerweile 9,2 Prozent entfernt.

Preiserhöhungen belasten Stimmung

FĂŒr zusĂ€tzlichen GesprĂ€chsstoff sorgte ein Bericht von Reuters vom vergangenen Samstag: Demnach wurden einigen der grĂ¶ĂŸten Nvidia-Kunden mitgeteilt, dass die Preise fĂŒr KI-Server mit Nvidia-Chips in vielen FĂ€llen um mehr als 15 Prozent steigen werden.

Die Erhöhungen sollen bei Systemen greifen, die Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden, und betreffen sowohl die Vera-Rubin- als auch die Grace-Blackwell-Systeme. Reuters fĂŒhrt die Preisanhebung auf stark steigende Kosten fĂŒr Speicherchips zurĂŒck.

FĂŒr Anleger ist das ein zweischneidiges Signal: Höhere Preise können die Margen stĂŒtzen, könnten aber auch auf angespannte Lieferketten hindeuten, die kurzfristig das Wachstum bremsen.

Milliardenschwere Partnerschaften als Wachstumshebel

Parallel zur Preisdebatte hat Nvidia in den vergangenen Wochen sein Ökosystem massiv ausgebaut. Am 10. August verkĂŒndete das Unternehmen Partnerschaften mit Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR, um Finanzierungsplattformen fĂŒr KI-Rechenzentren-Infrastruktur aufzubauen. Ziel ist es, mehr als 500 Milliarden Dollar an Kapital von Drittparteien fĂŒr den Ausbau der KI-Infrastruktur zu mobilisieren.

Bereits am 17. August hatte Nvidia bekanntgegeben, ĂŒber den Partner SB Energy Land, Energieversorgung und GebĂ€udekapazitĂ€ten am PORTS-Pike Technology Campus in Pike County, Ohio, gesichert zu haben, um dort eigene KI-RechenkapazitĂ€t zu betreiben.

In denselben Zeitraum fĂ€llt ein Reuters- und CNBC-Bericht ĂŒber die Beteiligung Nvidias an einem gewaltigen Rechenzentrumsprojekt von OpenAI in Ohio: Das Unternehmen soll dabei fĂŒr den ersten Bauabschnitt mit einer KapazitĂ€t von 4,25 Gigawatt eine Garantie in Höhe von rund 105 Milliarden Dollar ĂŒbernehmen – nicht fĂŒr das gesamte Projekt.

ErgÀnzt wird das Bild durch die Eröffnung des ersten universitÀren KI-Zentrums Indonesiens gemeinsam mit dem indonesischen Kommunikationsministerium, Indosat Ooredoo Hutchison und der Universitas Gadjah Mada, mit der Nvidia die lokale Ausbildung von KI-FachkrÀften fördern will.

Analysten bleiben vor den Zahlen zuversichtlich

Kurz vor dem Berichtstermin positionierten sich zwei AnalysehĂ€user: Ruben Roy von Stifel bekrĂ€ftigte am 19. August seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 282 Dollar. Einen Tag spĂ€ter bestĂ€tigte Rick Schafer von Oppenheimer seine Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 265 Dollar. Beide HĂ€user signalisieren damit deutliches AufwĂ€rtspotenzial gegenĂŒber dem aktuellen Kursniveau der Aktie im deutschen Handel.

FĂŒr Anleger bĂŒndeln sich am Mittwoch damit mehrere ErzĂ€hlstrĂ€nge: die Frage, ob steigende Systempreise die Marge stĂŒtzen, ob die milliardenschweren Infrastrukturwetten FrĂŒchte tragen und ob das Wachstumstempo den hohen Erwartungen der Analysten weiter standhĂ€lt.

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