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Österreichische Post Aktie: FHB Group vollständig übernommen

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 17:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Erste Group Research stuft die Österreichische Post höher ein. Wachstum im E-Commerce und die FHB-Übernahme prägen den weiteren Ausbau.

Österreichische Post: Erste Group hebt Empfehlung nach Kursverlusten
Moderne, automatisierte Logistik-Lagerhalle mit effizienten Förderbändern und professioneller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Experten der Erste Group Research blicken wieder optimistischer auf die Österreichische Post. Am 13. August hob das Analysehaus die Empfehlung für den Logistikkonzern von „Hold“ auf „Accumulate“ an. Das Kursziel verorten die Analysten weiterhin bei 35,00 Euro je Aktie.

Expansion in der Slowakei und Wachstumsimpulse

Die Hochstufung durch Erste Group Research begründet sich maßgeblich mit den vorangegangenen Kursverlusten der Aktie, die aus Sicht der Experten nun eine attraktivere Einstiegsgelegenheit bieten. Zusätzlich erwartet das Analysehaus positive Impulse durch Produkt- und Preisanpassungen, die das Unternehmen sowohl im heimischen Markt als auch in der Türkei umsetzt. Ein weiterer strategischer Baustein ist der Ausbau des E-Commerce-Fulfillment, der durch gezielte Zukäufe vorangetrieben wird.

In diesem Zusammenhang schlossen die Österreichische Post und der Partner euShipments am 10. August die vollständige Übernahme der FHB Group ab. Durch den Erwerb von 100 % der Anteile an dem slowakischen Unternehmen erweitert der Konzern sein Logistiknetzwerk um zwei strategisch wichtige Standorte in der Nähe von Bratislava. Die Integration soll die Kapazitäten im Bereich der Paketabwicklung für den Online-Handel stärken.

Starke Dynamik im Bereich E-Commerce

Die strategische Ausrichtung auf den Online-Handel spiegelt sich bereits in den operativen Kennzahlen wider, die das Unternehmen für das erste Halbjahr vorlegte. In diesem Zeitraum steigerte der Konzern den Umsatz um 3,8 % auf insgesamt 1.544,0 Millionen Euro. Dabei entwickelte sich die Division E-Commerce & Logistics besonders dynamisch und verzeichnete ein Umsatzplus von 11,5 % auf 910,9 Millionen Euro.

Im Gegensatz dazu stand die Division Brief, Filiale & Services unter Druck und sank auf einen Umsatz von 566,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) der gesamten Gruppe belief sich in den ersten sechs Monaten auf 73,3 Millionen Euro, während das EBITDA mit 187,7 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Für die zweite Jahreshälfte stellt das Management weitere positive Impulse in Aussicht.

Neue Geschäftsfelder und rechtliche Rahmenbedingungen

Um die Ertragsbasis über das Kerngeschäft hinaus zu verbreitern, setzt der Konzern verstärkt auf Dienstleistungen in seinen Filialen. Am 18. August kündigte das Unternehmen den Start des neuen Mobilfunktarifs „YELLLOW Mobile Kids“ an. Das Angebot ist seit dem 19. August über rund 1.700 Postfilialen und Postpartner verfügbar. Die dazugehörige Vertriebsaktion ist zeitlich begrenzt und läuft bis zum 22. Oktober.

Flankiert werden diese Maßnahmen durch eine neue Werbekampagne, die Logistik, Finanzdienstleistungen und Mobilfunk bündelt. Gleichzeitig musste der Konzern eine juristische Altlast abschließen: Medienberichten zufolge ist eine Geldbuße in Höhe von 13 Millionen Euro wegen Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) rechtskräftig geworden. Hintergrund war die Verarbeitung von Daten zur Partei-Affinität von Kunden in früheren Jahren.

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 31,10 Euro. Damit liegt das Papier mit einem Abschlag von 4,2 % unter seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Seit dem Jahresbeginn verzeichnet der Wert eine Performance von 0,3 %.

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